Die Färingerinnen und Färinger (färösich: føroyingar [] Einzahl føroyingur []) werden auf zwei verschiedene Arten definiert:
#Alle Bürgerinnen und Bürger des Königreichs Dänemark, die auf den Färöern ihren festen Wohnsitz haben, sind Angehörige der seit 1948autonomen färöischen Nation. Zu etwa 95% betrifft das Menschen, die dort geboren sind, insgesamt etwa 48.000 Reichsbürger. Sie sind keine Unionsbürger, da die Färöer nicht Mitglied der Europäischen Union sind.
#Färingerinnen und Färinger sind ein die färöische Sprache sprechendes skandinavisches Volk mit eigener Geschichte und Kultur, von dem der größte Teil auf den Färöern lebt, aber auch schätzungsweise 12.000 in Dänemark und 5.000 in anderen Ländern der Erde, die meisten in Island, aber auch Norwegen und Großbritannien. Diese Zahlen der Auslandsfäringer sind Mindestschätzungen und beziehen sich auf diejenige Zahl, die allgemein für aktive Muttersprachler herangezogen wird.
Nimmt man beide Aspekte zusammen, besondere Staatsangehörigkeit und Sprachidentität, so bilden die Färinger die kleinste Nation in Europa.
Herkunft des Wortes
Färinger ist aus dem dänischenfæring entlehnt, welches wiederum auf das altnordische færeyingr zurück geht, aus dem sich auch das neufäröische føroyingur gebildet hat, jeweils gleichbedeutend mit Bewohner der Färöer. Das altnordische Wort zerlegt sich so: fær-ey-ingr = „Fär-insel-ling(er)“ wahrscheinlich sogar „Schaf-insel-ling(er)“. Analog ist es im Färöischen: før-oy-ingur.
Vergleiche hierzu Wikinger - vík-ingr = „Bucht-ling(er)“, jemand aus dem norwegischen Ort Vík am Oslofjord. Entsprechend heißt auf den Färöern ein Bewohner des Ortes Klaksvík auch klaksvíkingur - „Klakswikinger“, wobei ein víkingur das gleiche bedeutet, wie im Deutschen. Freilich ist die landläufige etymologische Erklärung bei uns eine andere, wobei es im Sprachgefühl der Färinger eindeutig ist, was mit Wikinger gemeint ist.
Das Verschlucken des Wortbestandteils oy (Insel) in der färöischen Aussprache „föringur“ hat vermutlich zu dem dänischen Begriff fær-ing geführt. Im Dänischen lautet die Pluralform færinger. Diese wird im Deutschen auch im Singular verwendet. Wäre der Begriff direkt aus dem Färöischen entlehnt worden, würde man vermutlich „Föringer“ sagen.
Der Duden bietet als Bezeichnung für das Volk auch den Landesnamen Färöer an. Das ist falsch. Die Färöer sind immer das Land, nie aber ihre Bewohner.
Früher wurde im Deutschen oft das Eigenschaftswort färingisch von Färinger abgeleitet. Etymolgisch wird es aber von Färingern (und allen anderen Skandinaviern) als falsch angesehen, weswegen heute nur noch färöisch als korrekt gilt (siehe dort).
Geschichte
Siehe Hauptartikel:Geschichte der Färöer
Zunächst wurden die Färöer um 625 von irischenMönchen besiedelt, die dort als Einsiedler lebten und die Schafe auf die Insel brachten. Als die heidnischen Wikinger nach 825 dorthin kamen, trafen sie vielleicht noch die irischen Mönche an, welche spätestens dann vertrieben wurden, oder flüchteten. Oft wird aber davon ausgegangen, dass die Färöer zur Zeit der Landname nur noch von Schafen bewohnt waren.
825
Die nordischen Siedler kamen im Zuge der Landnahme als Emigranten aus Norwegen und den norwegisch eroberten Gebieten Schottlands, Irlands und der Isle of Man. Dadurch kamen auch keltische Einflüsse ins Land, die sich nach Meinung vieler Färinger nicht nur an einigen Ortsnamen auf Suðuroy nachweisen lassen, sondern auch an einem gewissen Menschenschlag.
Ab 999 wurden die Färinger christianisiert, die Wikingerzeit auf den Färöern war vorbei, und die Inseln gerieten ab 1035 unter norwegische Herrschaft. Seit der Aufkündigung der Personalunion zwischen den Königreichen Norwegen und Dänemark1814 im Kieler Vertrag sind die Färinger endgültig Untertanen der dänischen Krone. Seit 1948 sind sie als sich selbst regierende Volksgemeinschaft innerhalb des Dänischen Reichs (dänisch: „Selvstyrende Folkesamfund i Det Danske Rige“) anerkannt. In den färöischen Personaldokumenten steht als Nationalität hinter Danmark deshalb Føroyingur, also: „Nationalität: Dänemark, Färinger“.
Heute leben auf den Färöern neben 5 % (ethnischen) Dänen auch (vergleichsweise) viele Grönländer, Isländer, Norweger, Briten und Polen, insgesamt Menschen aus 77 verschiedenen Nationen.
Viele der heutigen Färinger stammen auch von vereinzelten Einwanderern ab, die im 18. oder 19. Jahrhundert aus den skandinavischen Ländern, und den britischen Inseln oder auch Deutschland kamen. Letzteres zeigt sich an bekannten Familiennamen wie von Elinborg Lützen. Andere deutschstämmige Familien kamen als Dänen ins Land, die dort schon ansässig waren, wie zum Beispiel im Falle der väterlichen Linie von V. U. Hammershaimb, dem die Färinger ihre Schriftsprache verdanken. Ein bekannter Fall sind auch die vielen Färinger mit dem Familiennamen Debes bzw. Debess. Sie alle sind mit Lucas Debes' Schwester verwandt, die mit ihm aus Dänemark auf die Färöer kam.
Gesellschaft und Kultur
Die Kirche und Religion spielt im Alltag der Inselbewohner eine weitaus wichtigere Rolle als in den meisten europäischen Ländern. Färinger gelten als „skandinavisch zurückhaltend“, hilfsbereit und außerordentlich gastfreundlich. Durch die abgelegene Inselwelt und die relativ geringe Population ist man „unter sich“. Dabei verfügen Färingerinnen und Färinger über ein vorbildliches Bildungs- und Sozialwesen und leben in einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, die im Wesentlichen von der Fischerei abhängt. Andererseits haben sie mit dem färöischen Kettentanz ein mittelalterliches Relikt in die Alltagskultur der Neuzeit gerettet, das in Europa seinesgleichen sucht.
Bekannt sind die Färinger als Seefahrer und für ihre Liebe zum Walfleisch und zum Fußball, der auf dem Archipel seit 1889 rollt. Das färöische Volk hat sich eine eigenständige Kunst-, Literatur-, Musik-, und Theaterszene geschaffen. Die Färinger gelten als besonders lesehungrig. In keinem Land der Erde werden so viele Buchtitel pro Kopf der Bevölkerung verlegt, wie auf den Färöern. Der färöische Kunstkritiker Bárður Jákupsson über seine Landsleute schreibt:
:Voraussetzung [für die Entfaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten der Künstler in diesem kleinen Land] ist in erster Linie ein aktives Publikum. Die ca. 17.000 Einwohner ihrer Hauptstadt machen ein besonders engagiertes Kunstpublikum aus, wie man es wohl kaum sonst findet - Tórshavn müsste dafür eigentlich weltberühmt sein.
Der dänische Kritiker Bent Irve schreibt:
:Es ist bemerkenswert, dass die färöischen Künstler - im Gegensatz zu ihren Kollegen in anderen kleinen Ländern - niemals über die Gefahr des Provinzialismus diskutieren. In dem Sinne ist man sich selbst genug, aber das nicht negativ gemeint. Die Angst vor dem Provinzialismus ist nämlich auf ihre Weise eine defätistische Angst, die zu nichts Kreativem gebraucht wird - hat man Angst davor, provinziell zu werden, so ist man es bereits - die Angst selber ist provinziell.
Aus: Færøernes billedkunst
Nationale Identität im Ausland
Eine Färingerin, die 1970 mit sieben Jahren nach Dänemark kam, seitdem dort lebt und an der Schule nie Färöisch schreiben gelernt hat, es aber spricht, beschreibt es so:
:Ich fühle mich als Teil der färöischen Natur, wie eine Pflanze, die auf den schönen Inseln aufgewachsen ist. Wenn ich das Wasser, die färöische Vogelwelt, und die anderen Geräusche höre, dann spüre ich, dass ich lebe. Wenn ich auf den Färöern bin, die Sprache höre und zusammen mit meinen Landsleuten bin, bin ich zuhause. Ich verstehe sie besser mit meiner Seele und fühle, dass wir zusammen gehören. [...] Das färöische Volk ist ruhiger und nicht so prahlerisch wie z.B. das dänische. Sie nehmen alles lockerer und müssen sich nicht ständig beweisen. Ihr Humor ist anders und ein wenig sarkastisch gegenüber Wichtigtuern. Die Familienbande sind enger, und nur selten wird jemand alleine alt. Man hat auf den Färöern mehr Respekt vor dem Alter. Das färöische Volk ist sehr musikalisch und künstlerisch, und das ist es, was ihren tiefen Sinn prägt. Alles was sie dort machen, lässt mich fühlen, dass ich ein Teil davon bin. Daher fasziniert mich auch Eivørs Musik.
Quelle: E-Mail auf die Bitte, es für diesen Artikel zu beschreiben.
!Faringer
Sandur
Sandur (dänisch: Sand = Sandstrand) ist ein Ort der Färöer im Westen Sandoys an der Südküste. Der Münzfund von Sandur aus dem 11. Jahrhundert weist auf eine alte Geschichte des Ortes hin.
- Einwohner: 599 (Stand: 31. Dezember 2004)
- Postleitzahl: FO-210
- Kommune: Sands kommuna
- Fußballverein: B71
Die Kommune Sandur besteht aus diesem einen Ort. Sandur ist der einwohnerstärkste Ort der Sandinsel. Sandur liegt auf einer Halbinsel zwischen den Seen Gróthúsvatn im Nordwesten und Sandsvatn im Nordosten und den beiden gegenüberliegenden Buchten Grótvík und Sandsvágur im Süden.
1000jährige Geschichte
Sandur ist eine alte Thingstätte, wo jährlich das lokale Várting abgehalten wurde.
Ausgrabungen haben an diesem Ort eine Stabkirche aus dem 11. Jahrhundert zutage gefördert. An derselben Stelle befindet sich heute der Sakralbau von 1839, eine typisch färöische Holzkirche mit Grasdach. 1988 wurde sie Opfer eines verheerenden Brandes, bei dem das ganze Kirchensilber schmolz. Es erwies sich als Brandstiftung. Doch im darauf folgenden Jahr wurde sie wieder hergestellt, pünktlich zum 150. Jubiläum. Siehe Hauptartikel:Kirche von Sandur)
Kirche von Sandur1863 wurde beim Ausbau des Kirchhofs ein Silberschatz gefunden, der aus 98 Münzen aus dem 11. Jahrhundert bestand, die Hälfte davon deutscher Herkunft, siehe:Münzfund von Sandur.
1989 haben Archäologen zudem einen heidnischen Begräbnisplatz aus der Wikingerzeit auf den Färöern entdeckt. Das Skelett der frühen Färingerin in dem 150 cm langen Grab war gut erhalten. Bei ihr wurden drei Bernsteinperlen, eine blaue Glasperle und ein Messer gefunden.
Im Freilichtmuseum des Dänischen Nationalmuseums bei Kopenhagen ist eine Wassermühle zu sehen, die ursprünglich im 18. Jahrhundert in Sandur errichtet wurde.
Sands Bygdasavn heißt das Dorfmuseum wo Gegenstände aus dem Alltag der Vorfahren gezeigt werden. Es ist in den Sommermonaten geöffnet.
Verkehr und Tourismus
18. Jahrhundert.]]
Die Anreise von Tórshavn führt über die Fährhäfen Gamlarætt und Skopun. Von dort auf der Straße 30 am Sandsvatn entlang nach Sandur.
Sandsvatn.]]
Der Campingplatz á Munkinum ist der einzige auf Sandoy. Daher ist Sandur für viele Besucher der bevorzugte Standort während eines Inselaufenthaltes. Hinzu kommen die attraktiven Angelreviere des Sandsvatn und Gróthúsvatn. Das Hotel Ísansgarður wird seit einiger Zeit umgebaut und ist derzeit geschlossen (Stand Anfang 2005). Die Touristauskunft in Sandur (siehe Weblinks) gibt aktuelle Informationen über Privatunterkünfte und Ferienwohnungen.
Alle Orte der Insel können von Sandur aus mit dem Bus erreicht werden und eignen sich somit für Tagesausflüge. Durch die günstige Topographie der Insel sind die Wandertouren auch für normale Spaziergänger und Radfahrer geeignet. Besonders empfehlenswert sind die Abstecher an die Westküste nach Søltuvík, nach Skarvanes im Süden (dort etwas anspruchsvollere Wandermöglichkeiten) und Húsavík an der Ostküste.
Von Sandur aus verkehrt die kleine Personenfähre M/S Sildberin zur südlich vorgelagerten Insel Skúvoy. Eine besondere Attraktion ist die Tour im färöischen Ruderboot Hvíthamar von Sandur aus zu den Vogelbergen an der Westküste oder nach Skúvoy. Der Bootsbauer Jóan Petur Clementsen rudert selber.
In earlier years, when the bumpers for each cartoon featured entirly blue backrounds with little animations in the front (sometimes haveing nothing to do with the cartoon it was bumpering), the Cartoon Cartoons logo would be drawn on to the bumper backround and then the character of the Cartoon Cartoon previously show would come out of the second "O" in the first "Cartoon" and say, "Cartoon Cartoons."
As of 2005, when the main theme for the bumpers was the characters featured in a three-dimensional version of each of the show's worlds, it would be the same, only the female narrarator would say the quote, and the music remixed. The logo would be more 3D-ish and would be drawn "on" the sky. These days, The Cartoon Cartoons Show is the only show to use the newer logo, where as the others don't have the logo at all.
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