:: wikimiki.org ::
| Münzfund Von Sandur |
Münzfund von SandurDer Münzfund von Sandur auf den Färöern von 1863 besteht aus 98 Silbermünzen, die wahrscheinlich zwischen 1070 und 1080 vergraben wurden. Es ist der älteste Münz-Depotfund auf dem Archipel.
Der Münzfund von Sandur ist nicht nur wegen des Alters der Münzen interessant, sondern auch wegen ihrer Herkunft, weil sich so nachweisen lässt, mit welchen Ländern die Färinger bereits im 11. Jahrhundert Handel trieben. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Wikingerzeit auf den Färöern 1035 zuende ging. Die anschließende Periode ist die Zeit, in der die Färöer zunehmend unter den Einfluss Norwegens gerieten, das dann das eigentliche Geldwesen der Färöer im Mittelalter einführte.
Die Münzen befinden sich heute im Historischen Museum der Färöer in Tórshavn und gehören dort zu den Hauptattraktionen.
Fundort und Eigentümer
Der Fund von 1863 war ein reiner Zufall. Totengräber hoben ein Grab auf dem Friedhof von Sandur aus, und da die beiden Toten an der Pest starben, sollte das Grab besonders tief werden.
Der Fundort war an einer Stelle, wo sich einst der Altar der ersten Kirche von Sandur befand. (die zweite Kirche auf den Färöern überhaupt). Historiker vermuten heute, dass diese Kirche die Privatkirche eines reichen Großbauern war, weil in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein Wikingerhof ausgegraben wurde. So kann es sein, dass dieser Schatz dem Großbauern (und nicht der Kirche) gehörte.
Falls es sich um einen Großbauern gehandelt hat, deutet der Fund sehr vieler Münzen aus Deutschland darauf hin, dass er die färöische Wolle bis dorthin exportierte, bzw. an Zwischenhändler verkaufte, die mit diesen Münzen handelten.
Verzeichnis der Münzen
- Aus England kamen folgende Münzen:
- 3 von Aethelred II. (978 - 1013 und 1014 - 1016)
- 9 von Knut dem Großen (1016 - 1035), eine davon war falsch
- 3 von Harald I. Hasenfuß (1035 - 1040)
- 8 von Eduard dem Bekenner (1042 - 1066)
- 1 nicht näher identifizierte Fälschung
- Eine Münze aus Irland konnte nicht genau datiert werden, wird aber auf etwa 1050 geschätzt
- Aus Dänemark stammen
- 2 von Knut III. Hardiknut (1035 - 1042)
- 1 aus der Zeit zwischen 1050 und 1095
- 2 Falschmünzen
- Norwegischer Herkunft sind 17 Münzen:
- 1 aus der Doppelherrschaft von Magnus dem Guten und Harald dem Harten (1046 - 1047)
- 2 aus der Zeit Haralds des Harten (1047 - 1066)
- 4 aus der Doppelherrschaft von Magnus Haraldsson und Olav dem Stillen (1066 - 1069)
- 10 nicht genau datierte Münzen, entweder aus der obigen Doppelherrschaftszeit, oder aber aus der Zeit Olavs des Stillen von 1069 bis 1093
- Ganze 50 Münzen stammen aus Deutschland:
- 1 aus der Zeit von Konrad II. (1024 - 1039)
- 2 von Bruno III. (Braunschweig) (1038 - 1057)
- 1 von Teoderik von Lothringen (959 - 1032)
- 1 von Bischof Eberhard I. (Augsburg) (1029 - 1047) mit dem Konterfei Kaiser Konrads II
- 1 von Bischof Bernold von Utrecht (1027 - 1054)
- 1 Münze ungewisser Herkunft aber der gleichen Art, wie die oben genannte aus Utrecht (heute Niederlande)
- 1 Münze, die wahrscheinlich aus Breisach stammt
- 1 aus Celle
- 1 aus Deventer (heute Niederlande)
- 1 aus Duisburg
- 1 aus Goslar
- 1 aus Hoya
- 1 aus Magdeburg
- 1 aus Remagen
- 1 aus Speyer
- 1 aus Tiel (heute Niederlande)
- 1 aus Würzburg
- 29 weitere, die nicht zugeordnet werden konnten (Stand 1979)
- Auch aus Ungarn gelangte eine Münze hierher, und zwar aus der Zeit Stephans I. (997 - 1038)
Literatur
- G.V.C. Young: From the Vikings to the Reformation. A Chronicle of the Faroe Islands up to 1538. Isle of Man: Shearwater Press, 1979
- derselbe: Færøerne. Fra vikingetiden til reformationen. Kopenhagen: Rosenkilde og Bakker, 1982 (dänische Übersetzung, Grundlage dieses Artikels)
Weblinks
- [http://www.natmus.fo Natmus.fo Historisches Museum der Färöer] (nur auf Färöisch, keine Bilder der Münzen)
- [http://www.empressgemma.com/faroes.html The Empress - Faroe Islands 2004] (Unterhaltsamer Reisebericht einer Amerikanerin auf Englisch, die von dem Münzfund von Sandur gefesselt ist)
Kategorie:Färöische Geschichte
Kategorie:Numismatik
Kategorie:Archäologischer Fund
Sandur, Münfund
Färöer
Die Färöer []/[] - nicht „Färöer-Inseln“ - (färöisch: Føroyar []/[], poetisch auch: Føroyaland, dänisch: Færøerne - vermutlich: „Schafsinseln“ oder „ferne Inseln“) sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Von den 18 Inseln sind, mit Ausnahme von Klein-Dimun, alle permanent bewohnt.
Die Färöer sind, wie Grönland, eine gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, bereits seit 1948 weitgehend autonom und haben mit dem Løgting eines der ältesten Parlamente der Welt. Zwei Abgeordnete der Färinger (wie die Einwohner des Archipels heißen) sitzen Kraft Gesetzes im dänischen Folketing. Die Färöer sind im Gegensatz zu Dänemark nicht Mitglied der Europäischen Union, aber mit zwei Delegierten im Nordischen Rat vertreten. Zusammen mit Island bilden sie seit dem 31. August 2005 eine Wirtschaftsunion. Zu den britischen Regionen der Shetlandinseln, Orkneys und Hebriden entwickeln sich zusätzliche enge Bande der außenpolitischen Zusammenarbeit.
Wichtigster Erwerbszweig der 48.000 Färinger ist seit Ende des 19. Jahrhunderts die Fischerei und die damit zusammenhängende Wirtschaft. Vorher war es die Landwirtschaft (Export von färöischen Wollprodukten), und künftig hoffen die Menschen auf Erdöl vor ihren Küsten. Derweil zeichnet sich ab, dass die Färöer ab 2006 die weltweit führende Nation bei der Stromerzeugung mit Wellenkraftwerken sein werden.
Die aus dem Altnordischen stammende färöische Sprache ist die kleinste germanische Sprache und gehört zu den drei kleinsten Sprachen Europas. Sie konnte sich im 20. Jahrhundert als Hauptsprache in allen Bereichen durchsetzen, sodass Dänisch heute nur noch den Charakter einer Verkehrssprache hat. Die färöische Sprachpolitik sorgt für eine aktive Neuschöpfung von Begriffen des modernen Lebens.
Bevölkerung
Von den rund 48.000 Einwohnern der Färöer sind 98 % Reichsbürger, also Färinger, Dänen oder Grönländer. Vom Geburtsort her kann man folgende Herkunft der Einwohner ableiten: Auf den Färöern geboren sind 91,7 %, in Dänemark 5,8 %, und in Grönland 0,3 %. Zusammen mit einigen eingebürgerten Menschen stellen diese drei Gruppen die Reichsbürger.
Größte Gruppe an Ausländern sind die Isländer mit 0,4 %, gefolgt von Norwegern und Polen mit jeweils 0,2 %. Insgesamt leben auf den Färöern Menschen aus 77 verschiedenen Ländern der Erde, darunter 15 Deutsche (2003).
Von diesen Zahlen auf die färöischen Muttersprachler zu schließen, ist aus zwei Gründen nicht möglich: Erstens leben sehr viele färöische Muttersprachler in Dänemark, und nicht wenige sind dort geboren und kehren im Laufe des Lebens mit ihren Eltern oder als Erwachsene zurück. Zweitens gibt es alteingesessene dänische Familien auf den Färöern, die zuhause Dänisch sprechen.
Dänisch
Bevölkerungsentwicklung
Lebten die ersten Einwohner der Färöer, irische Mönche, als kleine Einsiedlergruppen, so entstand durch die Landnahme der Wikinger eine nennenswerte Population, die sich bei etwa 4.000 Einwohnern einpendelte und bis ins 18. Jahrhundert hinein nie die Zahl von 5.000 überstieg. Um 1349/50 starb etwa die Hälfte der Bevölkerung an der Pest. Eine weitere Einwanderungswelle aus Skandinavien konnte diesen Bevölkerungsschwund allmählich wieder ausgleichen. Erst mit dem Aufkommen der Hochseefischerei (und damit der Unabhängigkeit von der schwierigen Landwirtschaft) und dem allgemeinen Fortschritt im Gesundheitswesen, fand ein rasantes Bevölkerungswachstum auf den Färöern statt. Ab Ende des 18. Jahrhunderts verzehnfachte sich die Bevölkerung innerhalb von 200 Jahren. Anfang der 1990er kam es zu einer schweren Wirtschaftskrise mit spürbarer Auswanderung, die sich aber in den Folgejahren wieder zu einer Nettozuwanderung umkehrte.
1990er
Religion
1990er eingeweiht.]]
Siehe Hauptartikel: Färöische Volkskirche, Färöische Holzkirchen
Die Färöer wurden ab 999 durch Sigmundur Brestisson christianisiert. Schon vorher lebten dort irische Mönche als Einsiedler. Nahezu alle Färinger sind Christen. 84 % sind Angehörige der evangelisch-lutherischen Staatskirche. Ungefähr 7-10 % sind Mitglieder der durch das Wirken des Erweckungspredigers William Gibson Sloan entstandenen Brüdergemeinden.
Brüdergemeinde]]
Zirka 5% gehören anderen christlichen Kirchen an: Neben den Pfingstlern mit ihren sieben Kirchen, sind die Adventisten zu nennen, die in Tórshavn eine relativ große allgemeinbildende private Schule betreiben.
Die katholische Kirche auf den Färöern schließlich, zählt heute 130 Mitglieder. Ihre alte Franziskanerinnen-Schule wird inzwischen wieder von der Kommune Tórshavn betrieben.
Es gibt darüber hinaus einige Baha'i auf den Färöern. Nicht-christliche Religionen und Weltanschauungen spielen ansonsten eine untergeordnete Rolle.
Die bekanntesten Kirchenbauten sind unter anderem die Olavskirche und die unvollendete Magnuskathedrale in Kirkjubøur, die Tórshavner Domkirche, St. Marien (katholische Kirche in Tórshavn), die Christianskirkjan in Klaksvík, die Kirche von Fámjin, die achteckige Kirche in Haldarsvík und nicht zuletzt die beiden hier abgebildeten.
Die Bibelübersetzungen auf Färöisch erschienen 1948 (Victor Danielsen, Brüdergemeinden) und 1961 (Jacob Dahl und Kristian Osvald Viderø, Staatskirche).
Zum seit 1992 wieder geltenden patro- und matronymischen Namensrecht siehe auch: Färöische Personennamen
Geografie
Mehr siehe unter: Geologie und Geographie der Färöer
Geologie und Geographie der Färöer
Die Färöer liegen auf 62° nördlicher Breite und 7° westlicher Länge im Nordatlantik zwischen Schottland (mit den Hebriden im Süden, den Shetland-Inseln und der Orkney im Südosten), Norwegen im Osten und Island im Nordwesten. Weiter nördlich befindet sich die norwegische Insel Jan Mayen im Polarmeer.
Der Archipel mit seinen 18 Inseln, 11 Holmen und 750 Schären (zusammen 779 Inseln, Holme und Schären) bildet eine Fläche von 1.395,74 km². Die Färöer sind von Enniberg im Norden bis Akraberg im Süden 113 Kilometer lang, und von Mykineshólmur im Westen bis Fugloy im Osten 75 Kilometer breit. Die zerklüftete und oft senkrecht aus dem Meer ragende Küstenlinie erstreckt sich über 1.289 Kilometer. Die durchschnittliche Höhe beträgt 300 Meter über dem Meer. Bei klarer Sicht kann man die Inseln vom höchsten Berg Slættaratindur (882 m) komplett überblicken. Mit Kap Enniberg besitzen die Färöer das höchste Kliff der Welt (754 Meter), das senkrecht aus dem Meer ragt. Es gibt auf der Erde zwar noch einige höhere Vorgebirge, aber diese sind nicht lotrecht.
Kein Punkt auf den Färöern ist mehr als 5 Kilometer vom Meer entfernt. Fast alle Orte der Färöer liegen an geschützten natürlichen Häfen, in Fjorden und Buchten. Die Fjorde sind gleichzeitig Verhängnis für die Grindwale, siehe: Grindadráp. In Tälern und auf Hochebenen ist es oft sumpfig, und das Land ist durchzogen mit vielen kleinen und größeren Bächen, die häufig als Wasserfall zu Tal oder direkt ins Meer stürzen.
Regionen
Die Färöer gliedern sich in 34 Kommunen. Allgemein wird zwischen sechs geografischen Regionen unterschieden. Diese sind identisch mit den so genannten sýslur (Syssel), die allerdings keine politischen Gebietskörperschaften darstellen, sondern heute nur noch die (dänischen) Polizeikreise markieren, denen jeweils ein Sýslumaður (Sysselmann) als Polizeichef vorsteht.
#Norðoya sýsla: Die zerklüftetsten Landschaften und meisten der höchsten Berge finden sich auf den sechs Nordinseln im Nordosten. Das sind: Kalsoy, Kunoy, Borðoy, Viðoy, Svínoy und Fugloy ganz im Osten der Färöer. Die Nordinseln-Metropole Klaksvík auf Borðoy ist die zweitgrößte Stadt und wichtigster Standort der Fischindustrie. Viðareiði auf Viðoy ist der nördlichste Ort des Landes mitten in einer einzigartigen Landschaft.
#Eysturoyar sýsla: Westlich der Nordinseln schließt sich Eysturoy als zweitgrößte Insel des Archipels an. Mit Streymoy zusammen bildet sie das Zentrum der Färöer. Das Ballungsgebiet um Runavík ist dort die größte urbane Siedlung, gefolgt von Fuglafjørður. Für ihre landschaftlichen Reize bekannt sind die beiden nördlichen Orte Eiði und Gjógv.
#Streymoyar sýsla: Die größte Insel Streymoy ist zugleich die bevölkerungsreichste mit der Hauptstadt Tórshavn als administrativem und kulturellem Zentrum und dem wichtigsten Seehafen des Landes. Die Stadt Vestmanna an der Westküste der Insel ist bekannt für die imposanten Vogelfelsen (Vestmannabjørgini) weiter nördlich. Saksun und Tjørnuvík im Norden sind ebensolche Anziehungspunkte wie Kirkjubøur im Süden. Zur Region der Hauptinsel zählen die vorgelagerten Inseln Nólsoy im Osten, und Hestur und Koltur im Westen.
#Vága sýsla: Westlich von Streymoy befindet sich Vágar mit dem dem einzigen Flughafen und dem weiter westlich vorgelagerten Vogelparadies auf der einsamen Insel Mykines, die den westlichen Außenposten des Archipels bildet.
#Sandoyar sýsla: Südlich von Streymoy liegt Sandoy, die ihren Namen von den relativ seltenen Sandstränden hierzulande hat. Zu dieser Region zählen die kleinen Eilande Skúvoy und Groß-Dimun.
#Suðuroyar sýsla: Suðuroy schließlich bildet die drittgrößte Insel des Archipels und gleichzeitig den südlichsten Teil des Landes. Hierzu wird geographisch Klein-Dimun gezählt. Die Städte Tvøroyri und Vágur sind dort die regionalen Zentren. Sumba ist die südlichste Gemeinde der Färöer. Die spektakuläre Westküste auf dem Landweg dorthin ist besonders leicht zugänglich.
Siehe auch: Inseln der Färöer; Liste der Kommunen auf den Färöern; Städte der Färöer; Glossar der färöischen geografischen Namen
Geologie
Glossar der färöischen geografischen Namen
Die Färöer sind vulkanischen Ursprungs und etwa 60 Millionen Jahre alt (dreimal so alt wie Island). Die einzige Thermalquelle bei Fuglafjørður erinnert an diese Zeit. Die Inseln bestehen aus Basalt, der sich in charakteristischen Stufen mit weicheren Tuffschichten abwechselt. Bei Tvøroyri gibt es interessante Säulenbasalte und auch Steinkohlevorkommen, die von einem prähistorischen Wald zeugen.
Wetter und Klima
Steinkohle
Das Wetter auf den Färöern ist maritim, feucht und äußerst wechselhaft. Das bedeutet, dass es am selben Tag strahlenden Himmel, gefolgt von dichtestem Nebel, geben kann und das oft an verschiedenen Punkten auf dem Archipel ganz unterschiedlich.
Bedingt durch die Lage am Golfstrom herrschen auf den Färöern vergleichsweise milde Temperaturen angesichts der geographischen Breite. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt 11° C, im Winter 3° C. Die Häfen sind ganzjährig eisfrei, und gelegentlicher Schnee im Winter bleibt in den bewohnten niederen Lagen nicht lange liegen.
Die Luft ist meist klar, und es herrscht oft ein frischer Wind (meist aus Südwest). Auf Sturm und Regen muss man eingestellt sein, doch es gibt selten komplett verregnete Tage.
Das färöische Wetter dominiert die gesamte Lebenshaltung des Inselvolkes. Wegen der ständigen Wetterwechsel tragen die Färöer den Beinamen Das Land von kanska (= vielleicht), den ihnen die britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg gaben: Islands of Maybe (→ Norgate, Literaturhinweise unten).
Färinger sind bekannt für ihre Liebe zum eigenen Auto. Ein Sprichwort über die eigenen Landsleute lautet heute daher:
:Wozu braucht er noch einen Regenmantel? Er hat doch ein Auto!.
Vegetation
britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg
britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg]
Auf den Färöern gibt es hunderte wilder Pflanzenarten: Blumen, Flechten, Moose und Pilze. Bäume hingegen kommen von Natur aus nicht vor.
Es wird angenommen, dass nur wenige arktische Pflanzenarten auf den Berggipfeln die Eiszeit überdauert haben. Im Wesentlichen fand die Neukolonisation der Färöer durch Pflanzen dann von Schottland und Norwegen aus statt.
Blumen
Im Sommer erblühen an vielen Stellen verschiedene wilde Blumenarten, die den ansonsten mit Gras bewachsenen Inseln einen unübersehbaren Farbtupfer geben. Nationalblume ist die gelb blühende (Mýru) Sólja, die Sumpfdotterblume (Caltha palustris). Mit der Føroyaskøra, dem Färöischen Frauenmantel (Alchemilla faeroënsis) haben die Inseln einer Pflanzenart ihren Namen gegeben.
Bäume
Die Kohleschichten auf Suðuroy unter den jüngsten Basaltschichten deuten an, dass es hier früher Wald gegeben hat.
Die Färöer sind heute mit ganz wenigen Ausnahmen (Tórshavner Stadtpark und wenige Gärten) baumlos und überall dort mit Gras bewachsen, wo es die Berge zulassen.
Dadurch, dass es keinen Wald auf den Färöern gibt, ist Holz ein begehrter Importartikel. Geheizt wurde früher mit Torf, denn das Treibholz war knapp und wurde für den Haus- und Bootsbau benötigt.
Kulturpflanzen
- Siehe Hauptartikel: Landwirtschaft auf den Färöern
Der Anbau von Pflanzen beschränkt sich auf Getreide, Heu, Kartoffeln (seit Anfang des 18. Jahrhunderts), Rhabarber, und einige Gemüse in Gewächshäusern. Obst muss meist importiert werden und ist entsprechend teuer.
Tierwelt
Durch die isolierte Insellage (die nächste kontinentale Küste ist 500 km weiter östlich in Norwegen) kommen bestimmte Tierarten auf den Färöern von Natur aus nicht vor: Reptilien, Kröten, Süßwasserfische und Säugetiere; letztere mit zwei Ausnahmen: Die einheimische Kegelrobbe und der sich in die Fjorde verirrende Grindwal. Andere Wale in den färöischen Gewässern meiden diese Fjorde, wie zum Beispiel der Orca.
Mit der färöischen Hörnchenschnecke (Polycera faeroensis - färöisch: Bertákna) haben die Färöer auch einer Spezies unter den Meerestieren ihren Namen gegeben.
Spezies]]
Berühmt ist die färöische Vogelwelt mit ihren dutzenden Brutvögelarten (siehe dort).
Erst der Mensch brachte Haustiere wie Schafe, Rinder, Pferde (das Färöerpony ist eine eigenständige Rasse), Hunde und Katzen mit. Er setzte auch Süßwasserfische wie Forellen und Lachse in den Seen aus. Daneben gibt es eine wilde Vermehrung von Hasen, Ratten und Mäusen.
Bestimmte Insekten gibt es auch nicht: Zum Beispiel bleibt man auf den Färöern von der Stechmücke verschont, muss aber auch auf einheimischen Bienenhonig verzichten. Dominant ist hier die Motte Hepialus humuli, die seit 2004 auch den neuen 200-Kronen-Schein ziert. Neu (Ende der 1990er) auf den Färöern ist die Wespe. Vermutlich wurden die Wespen mit Schiffen vom europäischen Kontinent eingeschleppt, als Baumaterial für das neue Fußballstadion geliefert wurde. Es wird erzählt, dass die damit unerfahrenen Insulaner allgemeine Angst vor den Wespen entwickelten. Das selbe Phänomen tauchte zeitgleich in Island auf.
Geschichte
Siehe Hauptartikel: Geschichte der Färöer
Irische Mönche
Zuerst wurden die Färöer wahrscheinlich um 625 von irischen Mönchen betreten und vom Ort Sumba ausgehend besiedelt. Archäologische Zeugnisse gibt es auch in der unmittelbaren Umgebung bei Akraberg, Víkarbyrgi und etwas weiter nördlich in Porkeri.
Unter anderem konnte anhand botanischer Untersuchungen auf Mykines nachgewiesen werden, dass der Hafer seit dieser Zeit dort kultiviert wird. Hierbei muss es sich aber um vergleichsweise kleine Einsiedler-Gruppen gehandelt haben.
Wikinger-Landnahme
Hauptartikel: Wikingerzeit auf den Färöern (bis 1005, noch im Aufbau)
Wikingerzeit auf den Färöern
Die Haupteinwanderung trat im 9. Jahrhundert durch die Wikinger ein, die von Norwegen aus gen Westen zogen. Gemäß der Färingersaga hieß der erste Siedler Grímur Kamban. Er soll in Funningur gewohnt haben.
Es gab zwei große Einwanderungswellen während der nordischen Landnahme: etwa 820-860 kamen Flüchtlinge aus Norwegen, etwa 880-900 dann Wikinger aus Irland und Schottland. Ein isländischer Witz über die Färinger (die ihn aber auch selbstironisch gegenüber Fremden erzählen) sagt:
:Das sind die Nachfahren derjenigen, die auf dem Weg nach Island seekrank wurden.
Und in der Tat: Island und die Färöer wurden zur gleichen Zeit besiedelt, wobei die Färöer auf der Strecke nach Island liegen. Hingegen können Färinger damit kontern, dass der Nordmann Naddoddur Island nur durch Zufall entdeckte, weil er den Weg zu den Färöern verfehlte, wo er eigentlich hinwollte.
Christianisierung
Nachdem sich der norwegische König Olav Tryggvason 994 beim englischen König Aethelred taufen ließ und im Jahr darauf Norwegen missionierte, lud er den angesehenen färöischen Häuptling Sigmundur Brestisson zu sich ein, der dann bekehrt, 999 auf den Färöern für die Annahme des Christentums durch das färöische Thing, das heutige Løgting, sorgte. Sein Grabstein auf Skúvoy gehört zu den wichtigsten Denkmälern des Archipels aus jener Zeit. Der Nachfolger Olavs, Olav II. Haraldsson von Norwegen, konnte das Christentum in Norwegen und auch auf den Färöern und in Island endgültig durchsetzen. Dafür wird er von den Insulanern heute noch an seinem Todestag, der Ólavsøka, verehrt.
Ab 1035 gehörte der Archipel politisch zu Norwegen, konnte sich aber durch die Entfernung zur Zentralmacht ein hohes Maß an Eigenständigkeit erhalten. In der Folge etablierten sich die katholischen Bischöfe in Kirkjubøur, wo sich weitere Kulturdenkmäler wie der Magnusdom (um 1300) befinden, der auf der Antragsliste zum UNESCO-Weltkulturerbe steht. 1298 erhielten die Färöer durch den Schafsbrief des norwegischen Königs ihr „Grundgesetz“, das in Teilen der Außenmarkbewirtschaftung bis heute gültig ist. (siehe dort mehr Details zur mittelalterlichen Geschichte der Färöer)
Schafsbrief
1380 gelangten die Färöer im Zuge der Personalunion Dänemarks mit Norwegen unter die dänisch-norwegische Krone. Königin Margarethe I. schaffte es, ganz Skandinavien in ihrem Großreich zu einen. Siehe auch: Kalmarer Union.
Reformation
- Hauptartikel: Gabelzeit
1538 erreichte die Reformation die Inseln. Dadurch wurde die Vorherrschaft der dänischen Sprache verewigt. Als dunkelste Periode für die Färöer erwies sich die Gabelzeit im 17. Jahrhundert. An diesem Status änderte sich auch 1814 nach dem Frieden von Kiel nichts, in dessen Folge die dänisch-norwegische Personalunion aufgelöst wurde und Norwegen einer Personalunion mit Schweden beitreten musste, aber die Färöer zusammen mit Island und Grönland bei Dänemark blieben.
Nationale Erweckung
Hauptartikel: Weihnachtstreffen der Färöer 1888; Färöischer Sprachstreit
Färöischer Sprachstreit]
Ab 1846 entstand durch das Wirken des Sprachforschers V. U. Hammershaimb die neufäröische Schriftsprache auf etymologischer Grundlage. Bis dahin wurde das Färöische mündlich in den eigenen Balladen überliefert. Hammershaimb und seine Nachfolger begründeten die färöische Literatur und erschlossen alte Sprachdenkmäler.
Nachdem sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts der Nationalheld Nólsoyar Páll aufgelehnt hatte, wurde 1856 das königlich dänische Handelsmonopol über die Färöer aufgehoben. Auf dem Weihnachtstreffen der Färöer 1888 konstituierte sich die Nationalbewegung im Kampf um die eigene Sprache und nationale Unabhängigkeit. Zunächst war die Nationalbewegung eher kulturell ausgerichtet, aber nach der Gründung der ersten färöischen politischen Parteien 1906 und mit dem Sprachstreit 1909-1938 wurde sie politisch.
Zweiter Weltkrieg und Autonomie
Sprachstreit 1909-1938.]]
Hauptartikel: Färöer im Zweiten Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Färöer aus taktischen Gründen am 12. April 1940 von Großbritannien besetzt, um Deutschland zuvorzukommen. Die Briten bauten nicht nur den Flughafen Vágar, sondern sie weiteten die Selbstverwaltung des Løgtings aus, so dass die Färinger 1946 zur Überwindung der Verfassungskrise eine Volksabstimmung über ihre volle Souveränität durchführten, und sich auch bei einer Wahlbeteiligung von 66,4% mit knapper Mehrheit (48,7% zu 47,2%) dafür aussprachen. Dänemark verweigerte das, trat aber in Verhandlungen, so dass die Inseln mit dem Autonomiegesetz von 1948 weitgehende Selbstständigkeit genießen.
Als Dänemark 1972 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, verweigerten die Färöer diesen Schritt. Dieser Status gilt bis heute.
Politik
Europäischen Gemeinschaft
Ab 1035 im Besitz von Norwegen, waren die Inseln seit 1380 durch die dänisch-norwegische Personalunion politisch mit Dänemark verbunden. Nach dem Frieden von Kiel 1814 verblieben sie dann im Königreich Dänemark und sind neben Grönland bis heute ein Teil des Reichs.
Ein hohes Maß an Selbstbestimmung innerhalb des Königreichs ist seit dem Gesetz über die Innere Selbstverwaltung 31. März 1948 erreicht. Es gibt aber einflussreiche Gruppen, die eine vollständige Lösung von Dänemark anstreben. Das Kräfteverhältnis im färöischen Parteienspektrum zwischen separatistischen Republikanern und pro-dänischen (pragmatisch orientierten) Gruppen ist relativ ausgeglichen. Koalitionen in der färöischen Landesregierung und dem Løgting mit beiden Flügeln sind normal.
Løgting]
Die Färöer sind, anders als Dänemark, nicht Mitglied der EU. Sie entsenden je zwei Abgeordnete in das dänische Folketing und den Nordischen Rat.
Die NATO betreibt bei Mjørkadalur eine Radar-Frühwarn-Station, die zu dem Netz der Frühwarnsysteme rund um den nördlichen Polarkreis gehört. Die Färöer haben keine eigene Armee, und die Bürger unterliegen nicht der dänischen Wehrpflicht. Andererseits dienen mehrere Färingerinnen und Färinger als Berufsoldatinnen und -soldaten bei den dänischen Streitkräften. Ein junger Färinger ist beispielsweise in der Leibgarde der dänischen Königin beschäftigt.
Polarkreis gestaltet und zeigt die Flagge der Färöer]]
Die Färöer führen eine eigene Flagge und gelten als Nation innerhalb des Königreichs Dänemark mit eigener Außen- und Sicherheitspolitik seit dem 29. März 2005. Bereits seit Januar 2002 unterhalten die Färöer eine diplomatische Vertretung in London. Formal ist dies eine Abteilung der dortigen dänischen Botschaft. Der Gesandte der Färöer in London ist gleichzeitig Vertreter bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, einer UN-Institution mit Sitz in London, deren assoziiertes Mitglied die Färöer sind. Schon vorher besaßen die Färöer eigene Vertretungen in Brüssel bei der EU und in Kopenhagen beim Nordischen Rat.
Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II. von Dänemark und Regierungschef der Sozialdemokrat Jóannes Eidesgaard. Der dänische Gesamtstaat wird durch die Reichsombudsschaft auf den Färöern repräsentiert.
Zur Ólavsøka 2005 verkündete Eidesgaard, dass die Färöer der EFTA beitreten wollen. Einen entsprechenden Antrag will die Autonomieregierung bereits 2006 stellen, wobei fraglich ist, ob Dänemark dem zustimmt. Die EFTA-Mitgliedschaft brächte einige Vorteile in der Fischerei, da ihr auch die Nachbarstaaten Island und Norwegen angehören.
Nichtanwendung der EU-Verfassung
Durch die Nichtmitgliedschaft der Färöer in der EU wird der im Oktober 2004 beschlossene Vertrag über die EU-Verfassung auch nach dem etwaigen Inkrafttreten Ende 2006 für die Färöer keine Anwendung finden (Artikel IV-440, Absatz 6, Buchstabe a).
Entsprechend werden weiterhin dänische Staatsbürger, die auf den Färöern ihren Wohnsitz haben, solange keine Unionsbürger sein, bis die Färöer sich entschließen, der EU beizutreten (Protokoll 8, Artikel 7).
Bürgerinitiativen
Bedeutend ist die färöische Sektion von Amnesty International mit etwa 1.200 Mitgliedern. Sie wurde 1965 gegründet und gehört zu den ältesten Amnesty-Gruppen auf der Welt.
Wirtschaft und Soziales
1965]]
Wichtige Erwerbszweige sind die Fischerei, die Fischzucht (meist Lachse) und der Tourismus. Ein weiterer Faktor im Export sind die Werften und die Briefmarken des Postverk Føroya. Die Fischereiwirtschaft dominiert mit etwa 98 % Anteil am Exportvolumen. Das CD-Label Tutl und der Wollmodehersteller Sirri sind führend in ihren jeweiligen internationalen Marktnischen.
Der Import betrug 2004 3.733,5 Millionen Kronen. Die wichtigsten Importnationen sind Dänemark, Deutschland und Norwegen. Der Export betrug 3.668,1 Millionen Kronen. Hier führen Dänemark, Großbritannien und Spanien die Statistik an.
Fischerei
- Siehe Hauptartikel: Färöische Fischereiwirtschaft
Färöische Fischereiwirtschaft vor Vestmanna]]
Die Fischfangzone der Färöer beträgt 200 Seemeilen. Von hier kommt der größte Anteil des färöischen Fangs. Analog ist die Situation beim Nachbarn Island in seinen Gewässern. Beide Nationen erlauben ausländischen Fischfangflotten nur begrenzte Rechte - mit gegenseitiger Ausnahme Islands und der Färöer.
Jährlich werden über 100.000 Tonnen Fisch produziert. 2003 waren es 132.000 Tonnen im Wert von 1,2 Milliarden Kronen. Im ganzen Land gibt es Fischfabriken.
Neben der Hochseefischerei gibt es die Küstenfischerei im typischen Färöboot, wofür ein spezielles Gerät zur Leinenfischerei, die Snella verwendet wird - eine färöische High-Tech-Erfindung, die auch exportiert wird.
Erdölsuche
Im Mai 2004 fand auf den Inseln der erste internationale Geologenkongress der Färöer statt, der sich unter anderem mit der Erschließung der unter dem Meer befindlichen Ölvorkommen beschäftigte. Erdöl gilt als die große Zukunftshoffnung für die färöische Wirtschaft.
Landwirtschaft
- Siehe Hauptartikel: Landwirtschaft auf den Färöern
Die traditionelle Schafzucht (70.000 Tiere) spielt im Export nur eine untergeordnete Rolle, während färöische Wollprodukte traditionell einen guten Ruf genießen. Schafsfleisch steht auf der heimischen Speisekarte weit oben, und die Hälfte muss heute importiert werden.
Neben den Schafen werden Kühe, Hühner und Gänse gehalten. Entsprechend produzieren die Färöer eigne Molkereiprodukte und Eier für den einheimischen Markt.
Walfang
Der umstrittene Grindwalfang wird von den Färingern nicht kommerziell, sondern als reine Subsistenzwirtschaft betrieben. Zwischen 2001 und 2003 wurden 26 Grindwalschulen mit insgesamt 2.047 Tieren getötet.
Tourismus
Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels und Gästehäusern war 2003 wie folgt: 24.405 kamen aus dem Inland (27,1 %), aus Dänemark 31.571, gefolgt von Norwegen (11.104), Island (5.253), Großbritannien und Irland (4.820) und Deutschland (4.149).
Lebensstandard
Das Wirtschaftswachstum betrug 2003 4,9%, und die Arbeitslosigkeit lag im Februar 2005 bei 4,5 %. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Die Färöer verfügen über einen als vorbildlich angesehenen Sozialstaat. Der durchschnittliche Lebensstandard ist ebenso hoch wie das Bildungsniveau der Einwohner. Die tariflichen Stundenlöhne 2004 waren:
- Arbeiter 112,52 Kronen
- Handwerker 129,93 Kronen
- Büroangestellte 137,63 Kronen
- Beamte 175,44 Kronen
Bis Mitte der 1980er Jahre gab es hier Vollbeschäftigung. Ende der 80er Jahre / Anfang der 1990er erlebten die Färöer eine Wirtschaftskrise. Schwere Anschuldigungen wurden gegen den dänischen Staat erhoben, doch viele meinen, dass sich die Färöer durch ehrgeizige Bauprojekte verhoben haben.
Die Lebenshaltungskosten bewegen sich auf skandinavischem Niveau. Die Universität der Färöer empfiehlt ausländischen Studenten für 2005 ein tägliches Budget für Verpflegung von 100 Kronen (zzgl. Unterkunft), was ungefähr 16 Euro entspricht. Hierin enthalten sind allerdings keine Verkehrsmittel, Kulturveranstaltungen, Gastronomiebesuche oder Bücher, die sich vielleicht die meisten Besucher leisten möchten. Ein Tagessatz von 200 Kronen (zzgl. Unterkunft) ist daher für Touristen realistisch.
Verkehr und Tourismus
Universität der Färöer. Rechts dahinter die Smyril, die größte Regionalfähre des Landes]]
1896 wurde mit dem Dampfschiff Smiril der erste Linienverkehr zwischen den färöischen Inseln eingerichtet. 1918 entstand die erste Straße auf den Färöern, die zwei Orte miteinander verband: Skopun und Sandur auf Sandoy.
Wichtigste internationale Drehscheibe der Färöer sind der Hafen von Tórshavn mit der Autofähre Norröna und der Flughafen Vágar mit der einheimischen Fluggesellschaft Atlantic Airways. Beide Verkehrszentren sind seit 2002 durch den Vágartunnel verbunden, der die Fahrtzeit mit dem Auto auf eine Stunde verkürzt.
Vágartunnel
Als Seefahrtnation verfügen die Färöer über sechs Leuchttürme und eine eigene Fischereiflotte. Die meisten färöischen Schiffe entstammen der heimischen Produktion, und sie führen auf den internationalen Gewässern seit 1940 die Flagge der Färöer. Die Handelsmarine hat 7 Schiffe.
Daneben ist das Färöboot ein Beispiel, wie das Wikingerschiff als kleines seetüchtiges Ruderboot vervollkommnet werden konnte.
Das Straßennetz der Färöer ist beinahe komplett asphaltiert und verbindet seit 2004 alle Orte, die auf Inseln liegen, wo es mehr als nur einen Ort gibt. Insgesamt wurden bisher 463 Kilometer Landstraße gebaut. Hinzu kommen etwa 500 Kilometer innerhalb der Ortschaften. Autofähren verbinden diejenigen Inseln, wohin keine Dämme, Brücken oder Tunnel existieren, aber mehrere Orte mit ihrem eigenen Straßennetz liegen.
Autofähre
Die größte Regionalfähre ist die Smyril. 2002 waren über 22.000 Kfz auf den Färöern zugelassen, darunter mehr als 16.000 PKW, was ziemlich genau einem PKW pro Haushalt entspricht.
In Tórshavn verkehren Stadtbusse, die an der roten Farbe zu erkennen sind, während die Überlandbusse blau lackiert sind. Wo weder Busse noch Fähren hinfahren, fliegt der Hubschrauber (siehe: Flughafen Vágar).
Das Streckennetz der Färöer kann auf der Website des staatlichen Verkehrsunternehmens Strandfaraskip Landsins eingesehen werden.
Telekommunikation und Medien
Telefonie und Internet
Die rund 17.000 Haushalte auf den Färöern verfügten Ende 2002 über mehr als 11.000 Internetzugänge. Ende 2004 gibt es ca. 24.000 Festnetzanschlüsse und 36.000 Mobiltelefone. Damit haben 80 % aller Einwohner ein Handy.
1905 wurde die erste Telefonleitung auf den Färöern errichtet. Ólavi á Heygum aus Vestmanna stellte so die Verbindung seines Ortes mit der Hauptstadt Tórshavn her. Bereits im Jahr darauf übernahm das Løgting diese Leitung. Die staatliche Telefongesellschaft erhielt den Namen Telefonverk Føroya Løgtings. 1930 waren alle Orte der Färöer an das Telefonnetz angeschlossen. Nach Suðuroy bestand zunächst allerdings nur eine Funkverbindung mit dem Rest des Landes. 1953 bekam Tórshavn die Selbstwahl, die dann bis 1978 landesweit eingeführt wurde. Ab 1954 existierte eine Funkverbindung mit Dänemark. 1971 folgte das Seekabel zu den Shetland-Inseln.
Seit 1998 ist das Telefonnetz vollständig digitalisiert und es existiert ein flächendeckendes GSM-Netz für die Mobiltelefonie. Es gibt eine Satelliten-Empfangsstation und ein Glasfaserkabel zu den Shetland-Inseln, von wo aus die Färöer mit Dänemark und Island verbunden sind, als Teilstück des unterseeischen Kabels von Europa nach Kanada.
Neben dem ehemaligen Monopolisten Tele Føroya gibt es seit 1999 den Wettbewerber Kall als Telekommunikations-Anbieter. Tele Føroya hat Roaming-Abkommen mit T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2, während Kall bisher nur mit O2 kooperiert.
Radio und Fernsehen
Die Färöer haben 13 UKW- und einen Mittelwellensender. Es gibt drei Fernsehsender mit 43 kleineren Verstärkerstationen. Damit können die Färinger seit 1985 Sjónvarp Føroya (SVF) empfangen.
Seit Oktober 2002 gibt es auf den Färöern DVB-T - als erstem Land in Nordeuropa. Inzwischen können so über Televarpið neben SVF 27 ausländische Sender empfangen werden. Ein zweiter färöischer Fernsehkanal ist in Planung.
Das Radioprogramm von Útvarp Føroya (UF) wird dort nicht nur auf UKW ausgestrahlt (und einmal die Woche auch über Mittelwelle in Dänemark), sondern täglich live im Internet. Der Privatsender Rás 2 sendet ebenfalls mit einem Livestream im Internet.
Zeitungen und Newsportale
Die drei wichtigsten Zeitungen der Färöer sind Dimmalætting und Sosialurin aus der Hauptstadt Tórshavn und die Wochenzeitung Norðlýsið aus der Nordinseln-Metropole Klaksvík. Während die Erstgenannten ihre vollständigen Internetausgaben nur für Abonnenten vorhalten, kann das Norðlýsið von Jedermann gelesen werden, der die Sprache versteht, oder sich einfach nur an Bildern erfreuen möchte. Das färöische Radio bietet neben dem Livestream auch wöchentlich aufbereitete Textnachrichten auf englisch an (siehe unten bei den Weblinks).
Wichtigstes Newsportal im Internet ist portal.fo.
Sport
Über 13.000 Färingerinnen und Färinger werden als Aktive in ihren Sportvereinen gezählt. Neben Fußball und Rudern erfreuen sich auf den Färöern vor allem die Hallensportarten Handball, Volleyball und Schwimmen großer Beliebtheit. Organisierter Vereinssport wird darüber hinaus in folgenden Disziplinen betrieben: Turnen, Badminton, Pferderennen, Tischtennis, Leichtathletik und Judo (jeweils über 100 Aktive). Die Färöer bemühen sich um die Aufnahme des IOC, sind aber bisher nur zu den Paralympics angetreten.
Rudern
ParalympicsTraditioneller Nationalsport auf den Färöern ist das Rudern. Jährliches Highlight sind die Regatten am 28. Juli zur Ólavsøka in Tórshavn. Bei dieser abschließenden Regatta der Ruder-Saison werden die nationalen Meister in sechs Klassen ermittelt.
Siehe Hauptartikel: färöischer Rudersport
Fußball
Am 13. Mai 1892 wurde auf den Färöern mit dem TB Tvøroyri der erste Fußballverein gegründet. 1904 folgten HB Tórshavn und KÍ Klaksvík als bis heute erfolgreichste Vereine und ewige Rivalen. Seit 1988 sind die Färöer Mitglied der UEFA und FIFA. Jeder größere Ort verfügt über einen Fußballplatz. Seit dem historischen 1:0 über Österreich 1990 sind die Färöer unter den europäischen Fußballfans bekannt.
Siehe Hauptartikel: färöischer Fußball
Schwimmen
Bei den Paralympics in Seoul 1988 konnten die vier Schwimmerinnen der Färöer sieben Medaillen erkämpfen: darunter eine in Gold – von insgesamt 12 möglichen. Christina Næss stellte damit gleichzeitig einen Weltrekord über 100 Meter Rückenschwimmen in der Klasse C3 auf und holte Silber über 400 Meter Freistil. Bei den Paralympics 1992 in Barcelona konnte Tóra við Keldu an ihre eigenen Erfolge von Seoul anknüpfen und noch mal Silber auf den 100 Metern Freistil holen. Der Medaillienspiegel von Sydney 2000 weist wieder 4 Medaillen für die Färöer aus – alle vom färöischen Schwimmstar Heidi Andreasen gewonnen. Sie wurde 2002 bei der Wahl zur Weltsportlerin des Jahres mit Behinderung zweite.
Schach
Schach hat hier eine Jahrhunderte alte Tradition, und schon frühe Autoren schrieben voller Anerkennung über die Fertigkeiten der hiesigen Spieler, die ihre Figuren in liebevoller Weise schnitzten und ihnen eigene Namen gaben. Die nationalen Schachmeisterschaften haben einen ebenso hohen Stellenwert wie in Island.
Kultur und Bildung
Schach]Die Färöer sind eine eigenständige Kulturnation innerhalb der nordischen Welt. Kulturelles Zentrum ist die Hauptstadt Tórshavn, und dort das markante Haus des Nordens (Norðurlandahúsið) als wichtigster Veranstaltungsort des Landes.
Kettentanz und Balladen
Der färöische Kettentanz mit den dazu vorgetragenen alten Balladen (zum Beispiel die färöischen Sigurdlieder) sind ein Kulturgut ersten Ranges und stehen in Europa alleine da. Kein anderes Land konnte mittelalterliches Brauchtum derart authentisch in die Moderne retten.
Die färöische Sprach
1863
- 1. Januar: Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit
- 10. Januar: Erste U-Bahn der Welt in London eröffnet
- 21. April: Baha'u'llah gründet in Baghdad die Baha'i Religion
- 23. Mai: Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV)
- 1. Juli: Aufhebung der Sklaverei in der niederländischen Kronkolonie Suriname und Gewährung einer Verwaltungs-Autonomie
- 1. bis 3. Juli: Die Schlacht von Gettysburg führt die entscheidende Wende im Amerikanischen Bürgerkrieg herbei
- 13. Juli: Beginn der Draft Riots (Einziehungskrawalle) in New York City
- die „Höchste Spitze“, der höchste Berg der Schweiz, wird zu Ehren des schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour (1787–1875) in Dufourspitze umbenannt
- Die Reblaus setzt dem deutschen Weinbau zu
- In Turin beginnt der Bau der Mole Antonelliana
- 1. Frankfurter Fürstentag
- Münzfund von Sandur auf den Färöern. Unter den 93 Silbermünzen aus dem 11. Jahrhundert befinden sich überraschenderweise 50 aus Deutschland
- Gründung der Firmen Bayer AG und Hoechst AG (Farben)
- Wiederentdeckung der Nike von Samothrake
Kultur
- 12. Februar: Uraufführung der Oper The Armourers of Nantes von Michael William Balfe im Covent Garden in London
- 1. Mai: Uraufführung der Oper Le Jardinier et son seigneur von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 14. Juni: Uraufführung der Oper Die Loreley von Max Bruch am Hoftheater Mannheim
- 30. September: Uraufführung der Oper Les Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Georges Bizet am Théâtre-Lyrique in Paris
- Giuseppe Fiorelli wird Ausgrabungsleiter in Pompeji. Damit hält die wissenschaftliche Archäologie Einzug bei der Ergrabung der antiken Ruine.
- 1. Januar: Pierre de Coubertin, französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär († 1937)
- 8. Januar: Paul Scheerbart, deutscher Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner († 1915)
- 12. Januar: Swami Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter († 1902)
- 15. Januar: Wilhelm Marx, deutscher Jurist und Politiker († 1946)
- 17. Januar: David Lloyd George, britischer Politiker und Premierminister († 1945)
- 19. Januar: Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt († 1941)
- 9. Februar: Anthony Hope, englischer Rechtsanwalt und Autor († 1905)
- 13. Februar: Hugo Becker, deutscher Cellist, Cellolehrer und Komponist († 1941)
- 19. Februar: Georg Moog, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland († 1934)
- 22. Februar: Wilhelm Blumenberg,
- 23. Februar: Franz von Stuck, deutscher Maler und Bildhauer († 1928)
- 27. Februar: George Herbert Mead, Professor für Philosophie und Sozialpsychologie († 1931)
- 28. Februar: Gheorghe Marinescu, rumänischer Neurologe und Neuropathologe († 1938)
- 3. März: Arthur Machen, walisischer Fantasy-Schriftsteller († 1947)
- 12. März: Gabriele D'Annunzio, italienischer Schriftsteller († 1938)
- 12. März: Wladimir Iwanowitsch Wernadski, russischer Geologe, Geochemiker und Mineraloge († 1945)
- 13. März: Richard Zoozmann, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1934)
- 18. März: Josef Modl, österreichischer Sänger († 1894)
- 22. März: Albertine Assor, Mitbegründerin der evangelisch-freikirchlicher Diakonie († 1953)
- 27. März: Henry Royce, britischer Industrieller und Techniker († 1933)
- 3. April: Henry van de Velde, Künstler des Jugendstils/Art Nouveau († 1957)
- 3. April: Wilhelm Middelschulte, Organist, Komponist († 1943)
- 7. April: Felix Michailowitsch Blumenfeld, russischer Komponist († 1931)
- 18. April: Leopold Berchtold, österreichisch-ungarischer Politiker († 1942)
- 26. April: Arno Holz, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus († 1929)
- 26. April: Hermann Beims, Oberbürgermeister Magdeburgs († 1931)
- 29. April: William Randolph Hearst, US-amerikanischer Verleger und Medienzar († 1951)
- 30. April: Max Skladanowsky, Wegbereiter der Filmkunst in Deutschland († 1939)
- 1. Mai: Stephan Kekulé von Stradonitz, deutscher Jurist und Privatgelehrter († 1933)
- 17. Mai: Charles Robert Ashbee, englischer Architekt († 1942)
- 21. Mai: Erzherzog Eugen von Österreich, Hochmeister des Deutschen Ordens († 1954)
- 25. Mai: Heinrich Rickert, deutscher Philosoph und Universitätsprofessor († 1936)
- 2. Juni: Felix Weingartner, Dirigent, Komponist und Pianist († 1942)
- 10. Juni: Louis Couperus, niederländischer Autor
- 13. Juni: Friedrich Heine, deutscher Unternehmer († 1929)
- 13. Juni: Josef Venantius von Wöss,) österreichischer Kirchenmusiker und Verlagsredakteur († 1943)
- 16. Juni: Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker (FDP) († 1938)
- 16. Juni: Paul Vidal, französischer Komponist († 1931)
- 17. Juni: Charles Eugene Lancelot Brown, Schweizer Maschinenkonstrukteur († 1924)
- 21. Juni: Max Wolf, deutscher Astronom und Entdecker von Asteroiden († 1932)
- 3. Juli: Ciro Luis Urriola, Staatspräsident von Panama († 1922)
- 4. Juli: Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler († 1913)
- 12. Juli: Paul Karl Ludwig Drude, deutscher Physiker († 1906)
- 18. Juli: Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreich-ungarischer Erzherzog und Thronfolger († 1914)
- 19. Juli: Hermann Bahr, deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Literaturkritiker († 1934)
- 21. Juli: Agnes Günther, deutsche Schriftstellerin († 1911)
- 30. Juli: Henry Ford, Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company († 1947)
- 2. August: Gottfried Krüger, Ehrenbürger von Wittenberg, Mediziner und Heimatforscher († 1941)
- 16. August: Gabriel Pierné, französischer Komponist († 1937)
- 19. August: Adele Sandrock, deutsch-niederländische Schauspielerin († 1937)
- 3. September: Hans Aanrud, norwegischer Schriftsteller († 1953)
- 6. September: Otto von Greyerz, Mundart-Schriftsteller und Professor († 1940)
- 10. September: Charles Spearman, britischer Psychologe († 1945)
- 11. September: Georg Witkowski, Literaturhistoriker († 1939)
- 13. September: Arthur Henderson, britischer Politiker († 1935)
- 15. September: Horatio Parker, US-amerikanischer Komponist († 1919)
- 21. September: Georg Arends, Botaniker († 1952)
- 22. September: Alexandre Émile Jean Yersin, schweizerisch-französischer Arzt und Bakteriologe († 1943)
- 28. September: Karl I. (Portugal), König von Portugal († 1908)
- 29. September: Hugo Haase, deutscher Jurist, Politiker und Pazifist († 1919)
- 30. September: Reinhard Scheer, Vizeadmiral in der deutschen Marine († 1928)
- 11. Oktober: Xavier Leroux, französischer Komponist († 1919)
- 16. Oktober: Joseph Austen Chamberlain, britischer Politiker und Außenminister († 1937)
- 19. Oktober: Gustav Frenssen, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 11. November: Paul Signac, französischer Maler und Grafiker († 1935)
- 12. November: Johannes Thienemann, deutscher Ornithologe († 1938)
- 14. November: Leo Hendrik Baekeland, belgisch-amerikanischer Chemiker († 1944)
- 18. November: Richard Dehmel, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1920)
- 28. November: Alfred Pérot, französischer Physiker († 1925)
- 30. November: Richard Mollier, Professor für angewandte Physik und Maschinenbau († 1935)
- 7. Dezember: Felix-Louis Calonder, Schweizer Politiker († 1952)
- 7. Dezember: Pietro Mascagni, italienischer Komponist († 1945)
- 11. Dezember: Annie Jump Cannon, US-amerikanische Astronomin († 1941)
- 11. Dezember: Bruno Möhring, deutscher Architekt († 1929)
- 12. Dezember: Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker († 1944)
- 13. Dezember: Eugen Gradmann, deutscher Pfarrer und Landeskundler († 1927)
- 16. Dezember: George Santayana, Philosoph († 1952)
- Richard Felton Outcault († 1928)
- 17. Januar: Horace Vernet, französischer Militärmaler und Lithograph ( - 1789)
- 18. Januar: Mangas Coloradas, Häupling der Mimbreno-Apachen ( - 1797)
- 24. Februar: Anton Günther, österreichischer Philosoph und Theologe ( - 1783)
- 24. Februar: Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist ( - 1807)
- 30. März: Auguste Bravais, Französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie ( - 1811)
- 1. April: Jakob Steiner, Schweizer Mathematiker ( - 1796)
- 10. April: Giovanni Battista Amici, italienischer Astronom und Optiker ( - 1786)
- 10. April: Hermann Steudner, Naturforscher und Afrikaforscher ( - 1832)
- 17. April: John Colborne, britischer Feldmarschall und Kolonialverwalter ( - 1778)
- 26. April: Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons ( - 1777)
- 10. Mai: Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur ( - 1824)
- 7. Juni: Franz Xaver Gruber, unterrichtete in der Schule von Arnsdorf ( - 1787)
- 6. Juli: Ernst Merck, Unternehmer, Politiker ( - 1811)
- 7. Juli: William Mulready, irischer Maler ( - 1786)
- 9. Juli: Christian Friedrich Freiherr von Stockmar, deutscher Arzt und Staatsmann ( - 1787)
- 19. Juli: Karl von Weber, deutscher Historiker ( - 1806)
- 26. Juli: Sam Houston, US-amerikanischer Politiker und General ( - 1793)
- 13. August: Eugène Delacroix, französischer Maler ( - 1798)
- 14. August: Colin Campbell, Britischer Feldmarschall ( - 1792)
- 28. August: Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge ( - 1794)
- 11. September: Johann Wilhelm Schirmer, Maler und Graphiker ( - 1807)
- 17. September: Blasius Höfel, österreichischer Kupferstecher ( - 1792)
- 20. September: Jacob Grimm, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist ( - 1785)
- 23. September: Johannes Voigt, namhafter Historiker und Vater des Humanismusforschers Georg Voigt ( - 1786)
- 31. Oktober: Ludwig Blenker, US-amerikanischer General ( - 1812)
- 15. November: Friedrich VII., König von Dänemark ( - 1808)
- 18. November: August Beer, deutscher Chemiker, Mathematiker und Physiker ( - 1825)
- 19. November: Hans Georg Meyer, königlicher hannoverscher Generalleutnant ( - 1792)
- 20. November: James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat ( - 1811)
- 26. November: Natalja Nikolajewna Puschkina-Lanskaja, Frau von Alexander Puschkin ( - 1812)
- 28. November: Charles Wimar, Maler ( - 1828)
- 30. November: Kamehameha IV., König von Hawaii (von 1855 bis 1863) ( - 1834)
- 13. Dezember: Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker ( - 1813)
- 24. Dezember: William Makepeace Thackeray, englischer Schriftsteller ( - 1811)
- Giovanni Battista Amici, italienischer Gelehrter ( - 1786)
ko:1863년
simple:1863
1080
Politik und Weltgeschehen
- König William I. von England lässt die Bauarbeiten am Colchester Castle beginnen.
- Erzbischof Wibert von Ravenna wird als Clemens III. zum Gegenpapst gewählt.
- Zweite Bannung von Heinrich IV. durch Papst Gregor VII..
- Die Lombarden siegen über das Heer von Mathilde von Tuszien.
- um 1080 - Leopold IV., Markgraf von Österreich, Herzog von Bayern († 1141)
- David I., König von Schottland († 1153)
- 16. Oktober - Rudolf von Rheinfelden, deutscher Gegenkönig von 1077 bis 1080 (gefallen) ( - ca. 1020/30)
ko:1080년
ArchipelArchipel, der, (von griech.: pelagos, Meer) bezeichnet ein Hauptmeer. Ursprünglich war damit die Ägäis mit den griechischen Inseln gemeint. Seit dem 13. Jahrhundert werden auch große Inselgruppen in Meeren anderer Regionen als Archipel bezeichnet. Eine Skandinavische Bezeichnung ist Schärengarten.
Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung von Archipelen. Einige Archipele sind durch Vulkanismus, andere aus Korallenriffen entstanden. Auch die Plattentektonik kann z.B. durch Hebung des Meeresbodens Archipele entstehen lassen.
Bekannte Archipele sind
- Åland
- Andamanen
- Azoren
- Bahamas
- Bissagos-Archipel
- Färöer
- Fidschi
- Franz-Joseph-Land
- Französisch-Polynesien
- Galápagos-Inseln
- Hawaii
- Indonesischer Archipel
- Japan
- Kanaren
- Kapverden
- Los Roques Archipel (Venezuela)
- Nowaja Semlja
- Philippinen
- Solentiname
- Stockholmer Schärengarten
- Svalbard
- Toskanischer Archipel
- Tschagos-Archipel
- Tuamotu-Archipel
Im übertragenen Sinn wird der Begriff Archipel auch benutzt: Archipel GULAG benennt der Schriftsteller Alexander Solschenizyn das Unterdrückungssystem der Konzentrationslager, die es über die ganze Sowjetunion verteilt gab.
Kategorie:Physische Geographie
Kategorie:Inselgruppe
ja:列島
Färinger
Die Färingerinnen und Färinger (färösich: føroyingar [] Einzahl føroyingur []) werden auf zwei verschiedene Arten definiert:
#Alle Bürgerinnen und Bürger des Königreichs Dänemark, die auf den Färöern ihren festen Wohnsitz haben, sind Angehörige der seit 1948 autonomen färöischen Nation. Zu etwa 95% betrifft das Menschen, die dort geboren sind, insgesamt etwa 48.000 Reichsbürger. Sie sind keine Unionsbürger, da die Färöer nicht Mitglied der Europäischen Union sind.
#Färingerinnen und Färinger sind ein die färöische Sprache sprechendes skandinavisches Volk mit eigener Geschichte und Kultur, von dem der größte Teil auf den Färöern lebt, aber auch schätzungsweise 12.000 in Dänemark und 5.000 in anderen Ländern der Erde, die meisten in Island, aber auch Norwegen und Großbritannien. Diese Zahlen der Auslandsfäringer sind Mindestschätzungen und beziehen sich auf diejenige Zahl, die allgemein für aktive Muttersprachler herangezogen wird.
Nimmt man beide Aspekte zusammen, besondere Staatsangehörigkeit und Sprachidentität, so bilden die Färinger die kleinste Nation in Europa.
Herkunft des Wortes
Färinger ist aus dem dänischen færing entlehnt, welches wiederum auf das altnordische færeyingr zurück geht, aus dem sich auch das neufäröische føroyingur gebildet hat, jeweils gleichbedeutend mit Bewohner der Färöer. Das altnordische Wort zerlegt sich so: fær-ey-ingr = „Fär-insel-ling(er)“ wahrscheinlich sogar „Schaf-insel-ling(er)“. Analog ist es im Färöischen: før-oy-ingur.
Vergleiche hierzu Wikinger - vík-ingr = „Bucht-ling(er)“, jemand aus dem norwegischen Ort Vík am Oslofjord. Entsprechend heißt auf den Färöern ein Bewohner des Ortes Klaksvík auch klaksvíkingur - „Klakswikinger“, wobei ein víkingur das gleiche bedeutet, wie im Deutschen. Freilich ist die landläufige etymologische Erklärung bei uns eine andere, wobei es im Sprachgefühl der Färinger eindeutig ist, was mit Wikinger gemeint ist.
Das Verschlucken des Wortbestandteils oy (Insel) in der färöischen Aussprache „föringur“ hat vermutlich zu dem dänischen Begriff fær-ing geführt. Im Dänischen lautet die Pluralform færinger. Diese wird im Deutschen auch im Singular verwendet. Wäre der Begriff direkt aus dem Färöischen entlehnt worden, würde man vermutlich „Föringer“ sagen.
Der Duden bietet als Bezeichnung für das Volk auch den Landesnamen Färöer an. Das ist falsch. Die Färöer sind immer das Land, nie aber ihre Bewohner.
Früher wurde im Deutschen oft das Eigenschaftswort färingisch von Färinger abgeleitet. Etymolgisch wird es aber von Färingern (und allen anderen Skandinaviern) als falsch angesehen, weswegen heute nur noch färöisch als korrekt gilt (siehe dort).
Geschichte
Siehe Hauptartikel: Geschichte der Färöer
Zunächst wurden die Färöer um 625 von irischen Mönchen besiedelt, die dort als Einsiedler lebten und die Schafe auf die Insel brachten. Als die heidnischen Wikinger nach 825 dorthin kamen, trafen sie vielleicht noch die irischen Mönche an, welche spätestens dann vertrieben wurden, oder flüchteten. Oft wird aber davon ausgegangen, dass die Färöer zur Zeit der Landname nur noch von Schafen bewohnt waren.
825
Die nordischen Siedler kamen im Zuge der Landnahme als Emigranten aus Norwegen und den norwegisch eroberten Gebieten Schottlands, Irlands und der Isle of Man. Dadurch kamen auch keltische Einflüsse ins Land, die sich nach Meinung vieler Färinger nicht nur an einigen Ortsnamen auf Suðuroy nachweisen lassen, sondern auch an einem gewissen Menschenschlag.
Ab 999 wurden die Färinger christianisiert, die Wikingerzeit auf den Färöern war vorbei, und die Inseln gerieten ab 1035 unter norwegische Herrschaft. Seit der Aufkündigung der Personalunion zwischen den Königreichen Norwegen und Dänemark 1814 im Kieler Vertrag sind die Färinger endgültig Untertanen der dänischen Krone. Seit 1948 sind sie als sich selbst regierende Volksgemeinschaft innerhalb des Dänischen Reichs (dänisch: „Selvstyrende Folkesamfund i Det Danske Rige“) anerkannt. In den färöischen Personaldokumenten steht als Nationalität hinter Danmark deshalb Føroyingur, also: „Nationalität: Dänemark, Färinger“.
Heute leben auf den Färöern neben 5 % (ethnischen) Dänen auch (vergleichsweise) viele Grönländer, Isländer, Norweger, Briten und Polen, insgesamt Menschen aus 77 verschiedenen Nationen.
Viele der heutigen Färinger stammen auch von vereinzelten Einwanderern ab, die im 18. oder 19. Jahrhundert aus den skandinavischen Ländern, und den britischen Inseln oder auch Deutschland kamen. Letzteres zeigt sich an bekannten Familiennamen wie von Elinborg Lützen. Andere deutschstämmige Familien kamen als Dänen ins Land, die dort schon ansässig waren, wie zum Beispiel im Falle der väterlichen Linie von V. U. Hammershaimb, dem die Färinger ihre Schriftsprache verdanken. Ein bekannter Fall sind auch die vielen Färinger mit dem Familiennamen Debes bzw. Debess. Sie alle sind mit Lucas Debes' Schwester verwandt, die mit ihm aus Dänemark auf die Färöer kam.
Gesellschaft und Kultur
Die Kirche und Religion spielt im Alltag der Inselbewohner eine weitaus wichtigere Rolle als in den meisten europäischen Ländern. Färinger gelten als „skandinavisch zurückhaltend“, hilfsbereit und außerordentlich gastfreundlich. Durch die abgelegene Inselwelt und die relativ geringe Population ist man „unter sich“. Dabei verfügen Färingerinnen und Färinger über ein vorbildliches Bildungs- und Sozialwesen und leben in einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, die im Wesentlichen von der Fischerei abhängt. Andererseits haben sie mit dem färöischen Kettentanz ein mittelalterliches Relikt in die Alltagskultur der Neuzeit gerettet, das in Europa seinesgleichen sucht.
Bekannt sind die Färinger als Seefahrer und für ihre Liebe zum Walfleisch und zum Fußball, der auf dem Archipel seit 1889 rollt. Das färöische Volk hat sich eine eigenständige Kunst-, Literatur-, Musik-, und Theaterszene geschaffen. Die Färinger gelten als besonders lesehungrig. In keinem Land der Erde werden so viele Buchtitel pro Kopf der Bevölkerung verlegt, wie auf den Färöern. Der färöische Kunstkritiker Bárður Jákupsson über seine Landsleute schreibt:
:Voraussetzung [für die Entfaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten der Künstler in diesem kleinen Land] ist in erster Linie ein aktives Publikum. Die ca. 17.000 Einwohner ihrer Hauptstadt machen ein besonders engagiertes Kunstpublikum aus, wie man es wohl kaum sonst findet - Tórshavn müsste dafür eigentlich weltberühmt sein.
Der dänische Kritiker Bent Irve schreibt:
:Es ist bemerkenswert, dass die färöischen Künstler - im Gegensatz zu ihren Kollegen in anderen kleinen Ländern - niemals über die Gefahr des Provinzialismus diskutieren. In dem Sinne ist man sich selbst genug, aber das nicht negativ gemeint. Die Angst vor dem Provinzialismus ist nämlich auf ihre Weise eine defätistische Angst, die zu nichts Kreativem gebraucht wird - hat man Angst davor, provinziell zu werden, so ist man es bereits - die Angst selber ist provinziell.
Aus: Færøernes billedkunst
Nationale Identität im Ausland
Eine Färingerin, die 1970 mit sieben Jahren nach Dänemark kam, seitdem dort lebt und an der Schule nie Färöisch schreiben gelernt hat, es aber spricht, beschreibt es so:
:Ich fühle mich als Teil der färöischen Natur, wie eine Pflanze, die auf den schönen Inseln aufgewachsen ist. Wenn ich das Wasser, die färöische Vogelwelt, und die anderen Geräusche höre, dann spüre ich, dass ich lebe. Wenn ich auf den Färöern bin, die Sprache höre und zusammen mit meinen Landsleuten bin, bin ich zuhause. Ich verstehe sie besser mit meiner Seele und fühle, dass wir zusammen gehören. [...] Das färöische Volk ist ruhiger und nicht so prahlerisch wie z.B. das dänische. Sie nehmen alles lockerer und müssen sich nicht ständig beweisen. Ihr Humor ist anders und ein wenig sarkastisch gegenüber Wichtigtuern. Die Familienbande sind enger, und nur selten wird jemand alleine alt. Man hat auf den Färöern mehr Respekt vor dem Alter. Das färöische Volk ist sehr musikalisch und künstlerisch, und das ist es, was ihren tiefen Sinn prägt. Alles was sie dort machen, lässt mich fühlen, dass ich ein Teil davon bin. Daher fasziniert mich auch Eivørs Musik.
Quelle: E-Mail auf die Bitte, es für diesen Artikel zu beschreiben.
!
Faringer
11. Jahrhundert
Das 11. Jahrhundert begann am 1. Januar 1001 und endete am 31. Dezember 1100. Die erste Jahrhunderthälfte war die Übergangsphase vom Frühmittelalter zum Hochmittelalter in Europa.
Ereignisse/Entwicklungen
- Die Wikinger, geführt von Leif Erikson, errichten um das Jahr 1000 einige kleine Siedlungen in Nordamerika, die keine 50 Jahre überleben.
- Um 1008 lässt sich Olof Skötkonung, der schwedische König, taufen und fördert die Errichtung des Bistums von Skara. Beginn der langwierigen Christianisierung Schwedens.
- Der Kalif Al-Hakim lässt 1009 die Grabeskirche in Jerusalem zerstören.
- Gründung des Kamaldulenser-Ordens um 1012.
- Untergang des jüdischen Chasarenreiches um 1016.
- Knut der Große, König über Dänemark, wird 1016 König von England.
- Um 1022: Synode von Pavia. Verbot der Priesterehe, Amtsenthebung verheirateter Priester und Beschluss über die Erbunfähigkeit der Priesterkinder.
- Beginn der Salierherrschaft im Heiligen Römischen Reich durch die Wahl Konrad II. zum deutschen König im September des Jahres 1024.
- Um 1031 beginnt in Spanien die Reconquista.
- Konrad II. legt 1037 die Erblichkeit der Lehen per Gesetz fest.
- Um 1051 erobern die Seldschuken Isfahan.
- Am 16. Juli 1054 kommt es zum Morgenländischen Schisma, der Spaltung des Christentums in orthodoxe und katholische Kirche.
- Die Normannen erobern 1066 | | |