:: wikimiki.org ::
| Sandoy |
Sandoy
Sandoy []/[] (dänisch Sandø, deutsche Bedeutung Sandinsel) ist die fünftgrößte Insel der Färöer.
- Fläche: 112,1 km²
- Einwohner: 1.393 (31. Dezember 2002)
- Bevölkerungsdichte: 12,4 Ew./km²
- Höchster Berg: Tindur, 479 m
- Anzahl Gipfel: 19
- Hauptort: Sandur
Zur Region Sandoy gehören die vorgelagerten kleinen Inseln Skúvoy und Stóra Dímun mit zusammen 62 Einwohnern. Sie bilden die Kommune Skúvoy. Auf Sandoy selber gibt es vier Kommunen mit sechs Orten: Sandur, Skálavík, Skopun und Húsavík (mit Dalur und Skarvanes)
Sandoy, die Sandinsel, hat ihren Namen von den Sandstränden, die sich an ihrer Küste finden. Landschaftlich gilt sie unter den sehr schroffen Inseln der Färöer als die „flachste unter den großen Inseln“. Hier gibt es weder Tunnel noch steile Bergstraßen, und so eignet sich Sandoy relativ gut zum Radfahren.
Sandoy ist durch eine Autofähre mit der Hauptstadt Tórshavn über den neu errichteten Färhhafen Gamlarætt verbunden. 2004 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die den unterseeischen Tunnelbau nach Skopun kalkulieren soll. Tunnel sind es auch, die weltweit erstmals für ein Wellenkraftwerk verwendet werden. Es wird vom schottisch-färöischen Joint-Venture SeWave gebaut und soll 2006 in Betrieb gehen.
Eine kleine Wassermühle von Sandoy aus dem 18. Jahrhundert kann im Freilichtmuseum des Dänischen Nationalmuseums nördlich von Kopenhagen besichtigt werden.
Weblinks
- [http://www.visitsandoy.fo visitsandoy.fo - Touristenführer] (englisch)
- [http://www.moellearkivet.dk/index.php?id=10&mill=32 moellearkivet]
- [http://www.nationalmuseet.dk//sw1064.asp nationalmuseet]
Kategorie:Insel (Färöer)Sandoy
Dänische Sprache
Die dänische Sprache, kurz Dänisch (dänisch dansk [sprog]), gehört zu den germanischen Sprachen und dort zur Gruppe der skandinavischen Sprachen.
Sie ist die Amtssprache in Dänemark und zweite Amtssprache in Grönland (neben Grönländisch) und auf den Färöern (neben Färöisch, meist in der Varietät Gøtudanskt) und Verkehrssprache in Island (als ehemalige Kolonialsprache).
Weiterhin ist sie als Minderheitensprache in Schleswig-Holstein (dän. Slesvig-Holsten) durch dessen Landesverfassung besonders geschützt. Das Dänisch im ehemaligen Dänisch-Westindien ist im 20. Jahrhundert verschwunden.
In Dänemark wird das Dänische von ca. 5 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Weitere ca. 330.000 Muttersprachler verteilen sich vor allem auf Deutschland (das bis 1864 dänische Südschleswig (dän. Sydslesvig), Zentrum ist hier Flensburg (dän. Flensborg) mit ca. 20.000 Sprechern), Grönland und die Färöer (beide politisch zu Dänemark gehörend), aber auch auf Kanada, Norwegen, Schweden und die USA.
Obwohl es vom Wortschatz her stark vom Plattdeutschen beeinflusst ist, ist die Sprachgrenze zu (nieder-)deutschen Dialekten keine fließende, sondern eine „harte“. Diese verlief historisch an der Eider.
Der Language Code ist da bzw. dan (nach ISO 639).
Interskandinavisch und Dialekte
Die Bokmål-Variante des Norwegischen ist linguistisch gesehen auch ein dänischer Dialekt. Kulturhistorisch wird es aber als eigene Sprache gezählt und auch von seinen Sprechern deutlich so empfunden. Zusammen mit Schwedisch bilden Dänisch und Norwegisch die virtuelle „interskandinavische Sprache“, was nichts anderes bedeutet, als dass es diese Sprache nirgends in Schriftform gibt, und alle drei linguistisch gesehen Dialekte, also gegenseitig verständlich, sind, wobei aber Schwedisch kein Dialekt des Dänischen ist, sondern beide Dialekte des „Interskandinavischen“ (Kontinentalskandinavisch im Gegensatz zum Inselskandinavisch auf den Färöern und in Island). Ein Beispiel hierfür ist, dass man auf den Färöern von Muttersprachlern durchaus gefragt wird, ob man Skandinavisch (nicht Dänisch) spräche. In dem Fall würden sie dann aber Dänisch sprechen.
Dänisch selber zerfällt in diverse zum Teil gegenseitig nur schwer verständliche Dialekte. Gelehrte Standardsprache ist das so genannte Radio Københavnsk (wörtlich: Radio Kopenhagisch, also durch Radio und Fernsehen im ganzen Land verständlich), welches sich zum Beispiel deutlich von den in Jütland (und dort besonders im Süden) gesprochenen Dialekten unterscheidet.
Die Bedeutung von Dialekten nahm jedoch in den letzten Jahrzehnten sehr ab, der Grund ist die Verbreitung der Standardsprache, welche die Dialekte verdrängt.
„Verwandt“ mit dem Dänischen ist das Petuh in Flensburg. Es beruht teilweise auf dänischer Grammatik (Satzbau), einer Reihe Danismen, ist aber vom Wortschatz her dem Plattdeutschen sehr ähnlich, so dass es dort eingeordnet und auch als Petuh-Tanten-Deutsch bekannt ist. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann vielleicht als der Versuch von Dänen verstanden werden, Deutsch zu sprechen. Vergleiche hierzu auch: Missingsch
Weiter gab es bis ins 20. Jahrhundert das Kreoldänische in Dänisch-Westindien, das aber mit seinem letzten Sprecher ausgestorben und auch nicht schriftlich überliefert ist.
Danistik und Dänischunterricht
Danistik ist die dänische Philologie. Sie gehört zur Skandinavistik und wird zum Beispiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelehrt.
In Südschleswig gibt es eine Reihe dänischer Schulen, die in erster Linie für die dänische Minderheit gedacht sind, aber auch von Kindern deutscher Muttersprachler besucht werden können, wenn sich die Eltern ebenfalls Dänisch aneignen (Elternabende finden in der Regel auf Dänisch statt).
Bekannteste und traditionsreichste dänische Schule in Deutschland ist die Duborg Skolen in Flensburg. Sie ist bis jetzt das einzige dänische Gymnasium in Deutschland. Ein zweites ist in Schleswig in Planung.
In Schleswig-Holstein gibt es darüber hinaus eine Reihe von deutschen Schulen, an denen Dänisch als dritte Fremdsprache angeboten wird.
Danismen
Aus dem Dänischen stammende bzw. entlehnte Wörter heißen Danismen. Der weltweit bekannteste Danismus ist der Name des Spielzeugs Lego (aus dänisch: leg godt! - spiel gut!). Andere bekannte Danismen sind: hyggelig (gemütlich, malerisch, nett, …) und Pølser (Würstchen).
Viele Orts- und Familiennamen in Südschleswig sind auch dänischer (altskandinavischer) Herkunft. So zum Beispiel alle Orte mit -by (wie in Husby), -rup (Sörup) und -wig (Schleswig dän.: Slesvig).
Wie man am Telefonbuch von Flensburg leicht erkennen kann, sind dort Familiennamen mit -sen am Ende üblich. Bis zum 19. Jahrhundert hatte es einen dänischen Bevölkerungsanteil von über 80 %, der sich nur zum Teil eingedeutscht hat. Namen wie Petersen, Hansen, Jacobsen usw. künden noch von dieser Zeit.
Eine nennenswert von Danismen beeinflusste Sprache ist das Färöische. Es sind quasi die einzigen Fremd- und Lehnwörter, die diese Sprache „zulässt“ (wobei es schwierig ist, sie als reine Danismen zu identifizieren, da sie auch als „Interskandinavismen“ empfunden werden können). Aus dem Dänischen kommende Anglizismen werden hier in der gehobenen Sprache aber nicht entlehnt.
Norwegisch (Bokmål) ist ebenfalls stark von Danismen beeinflusst. Dies hängt mit der über 400-jährigen Union Norwegens mit Dänemark zusammen. In der norwegischen Geschichte wird diese Epoche vor allem als Fremdherrschaft empfunden und auch als 400-Jahre-Nacht (so Henrik Ibsen) bezeichnet.
Fremdsprachliche Einflüsse auf das Dänische
Besonders bedeutend ist der Einfluss des Deutschen, speziell (und über Vermittlung durch die geographische Nähe) des Niederdeutschen zu allen Zeiten. So besteht ein großer Teil des dänischen Vokabulars aus niederdeutschen Lehnwörtern und Lehnübersetzungen. Das macht für Deutsche das Erlernen und Sprechen des Dänischen einfacher. Viele Begriffe kann man durch Raten selber finden, wenn man weiß, auf welche Art ins Dänische lehnübersetzt wurde.
Deutsch war bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig Sprache am dänischen Hof. Es galt also als vornehm, ähnlich wie Französisch am preußischen Hof. Das beförderte die Übernahme deutscher Begriffe nicht unwesentlich.
Im heutigen Dänisch gibt es – wie im Deutschen auch – eine große Anzahl von Internationalismen (in den letzten Jahrzehnten verstärkt Anglizismen). Das geht so weit, dass Dänen sich auf Angloamerikanisch grüßen: Hej! wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Amerikanern übernommen (aus amerik.: Hi!). Jedenfalls erleichtert dieser Umstand auch das Lernen, Lesen und Sprechen des Dänischen, da ganz viele Fremd- und Lehnwörter vertraut sind.
Aber: Dänisch ist dennoch eine skandinavische Sprache, also existiert – wie oben schon erwähnt – eine harte Sprachgrenze. Diese Grenze unterscheidet es im eigentlichen Kern der Sprache mehr vom Deutschen, als es das Englische tut, was ja trotz seiner westgermanischen Herkunft nicht unbedingt durch alle uns bekannten Anglizismen plötzlich „verständlich“ ist.
Kurz: Die fremdsprachlichen Einflüsse des Deutschen und Englischen (als Mittler von weiteren Internationalismen) erleichtern das Erlernen des dänischen Wortschatzes, sie erschließen aber nicht die Sprache an sich.
Das dänische Alphabet
Das dänische Alphabet enthält unter anderem alle im Deutschen auch bekannten 26 Buchstaben von A–Z in der gleichen Reihenfolge. Der Unterschied liegt darin, dass das Dänische keinen der deutschen Umlaute (ä, ö, ü) und auch nicht das ß verwendet. Dafür gibt es drei typische Sonderzeichen:
Æ, æ: Typographisch gesehen ist das Æ eine Ligatur aus A und E. Es entspricht dem deutschen Ä.
Ø, ø: Das Ø ist typographisch gesehen immer ein O mit einem nach rechts geneigten Schrägstrich, der an beiden Enden über das O herausragt. Es entspricht dem deutschen Ö.
Å, å: Das Å ist mit der dänischen Rechtschreibreform von 1948 eingeführt worden. Es ersetzt das ältere Aa, aa. Dieser Buchstabe hat im Deutschen keine graphische Entsprechung. Der Kringel auf dem Å wird als ein kleines O verstanden, womit angedeutet wird, dass es sich hier ursprünglich um einen A-Laut gehandelt hat, der, wenn kurz ausgesprochen, sehr stark zum O tendiert. Die Stadt Ålborg wird z. B. wie „Ollborg“ ausgesprochen. Handelt es sich aber um ein langes Å, wird es wie U in „und“ ausgesprochen, d. h. Ångstrøm wird als „Ungström“ ausgesprochen. Niederdeutschen Sprechern ist dieser Laut allerdings bekannt, z. B. in maken (hochdt.: machen). Das Aa existiert nur noch in Eigennamen und auf „antiken“ Beschriftungen, aber nicht mehr in der sonstigen Schriftsprache. Seit 1984 ist bei Ortsnamen jedoch wieder die Schreibung mit Aa zulässig, und einige Orte wünschen diese alte Schreibweise. Siehe hierzu Aabenraa.
Auch sonst kennt das Dänische keine Vokalverdopplungen in der Schrift, wohl aber bei Konsonanten.
Diese drei Sonderbuchstaben werden anders als die Umlaute im Deutschen (Wörterbuch) nicht unter A und O einsortiert, sondern stehen immer am Ende des Alphabets, also so:
A, B, C, [...] X, Y, Z, Æ, Ø, Å
Im deutschen Schriftsatz gilt, dass diese drei Buchstaben in dänischen Namen, Stichwörtern und Zitaten oder gar im Gebrauch des Dänischen selbst niemals mit Ä, Ö, und Aa umschrieben werden sollen (obwohl Dänen das dennoch entziffern könnten). Das gilt analog für das Internet. Ausnahmen bilden nur Eigennamen wie Kierkegaard.
Tipp für Computerbenutzer: Anstatt sich die Zahlencodes für diese Zeichen zu merken (oder um sie zu erlernen), gibt es (zumindest bei Windows) das Programm charmap (Character Map) das über Start > Ausführen > „charmap“ zu erreichen ist.
Die dänische Phonologie ist für Deutsche das Hauptproblem beim Spracherwerb des Dänischen. Sie ist so kompliziert, dass sie nicht in einfache Regeln gefasst werden kann, und gleichzeitig weicht sie in den existierenden Dialekten auch erheblich voneinander ab.
Die meisten Deutschen (die nicht auf einer der o. a. dänischen Schulen waren) werden es wohl kaum schaffen, ein Dänisch zu sprechen, das von den Muttersprachlern selber zumindest als ein Dialekt aus ihrem Lande erkannt wird. Was aber durchaus möglich ist, ist eine flüssige Aussprache des Dänischen, die zumindest im interskandinavischen Gespräch völlig ausreicht und natürlich auch von jedem Dänen verstanden wird. So werden Deutsche, die einigermaßen fließend Dänisch beherrschen, oft gefragt, ob sie Norweger seien. Das ist in Dänemark dann als Lob zu verstehen.
Wichtigste Besonderheiten
Der Stoßlaut (Stød)
Der Stød ['sdøð] ist ein Glottisschlag [], wie er in vielen Varietäten des Deutschen vorkommt, beispielsweise in beachte []. Er kommt so häufig (und betont) und an für Deutschsprecher so ungewohnten Stellen vor (nämlich nach Vokal und vor Konsonant bzw. am Wortende), dass er den gesamten Charakter der dänischen Lautung dominiert. Hinzu kommt, dass es im Dänischen keine einheitlichen Regeln dafür gibt, wo und wann der Stød genau Anwendung findet. Dies ist nicht nur eine Frage des Dialekts, sondern auch des Soziolekts, wobei gilt, dass gehobenere Schichten den Stød öfters verwenden und dass er im Süden Jütlands weniger vorkommt.
Der dänische Stød hat in seinen skandinavischen Verwandten, dem Schwedischen und dem Norwegischen, seine Entsprechung im musikalischen Akzent.
Begnügt man sich mit einer interskandinavischen Aussprache des Dänischen, kann man den Stød auch ganz weglassen und wird dennoch verstanden. „Dänisch“ spricht man dann aber nicht.
Zudem gibt es einige Fälle, in denen gleichgeschriebene Wörter durch den Stød einen Bedeutungsunterschied erfahren, z. B. ['änən] 'anderer' ~ ['än’ən] 'die Ente', ['ånən] 'das Atmen' ~ ['ån’ən] 'der Geist', ['hεnər] 'geschieht' ~ ['hεn’ər] 'Hände'.
Das weiche D
Für die deutsche Zunge noch schwieriger ist das weiche D. Historisch entstammt es dem altskandinavischen „Ett“, das heute nur noch in Island und auf den Färöern in der Schriftsprache verwendet wird: Ð, ð. Das kleine ð ist bekannt aus der Lautschrift für einen weichen Reibelaut, bei dem eine Enge zwischen Zunge und Zähnen gebildet wird, so wie im englischen the. Es wird auch in der Lautschrift zur Bezeichnung des dänischen weichen D verwendet.
Nur wird es im Dänischen erstens nicht am oberen sondern am unteren Zahndamm artikuliert, und zweitens kommt es nie im Anlaut eines Wortes oder einer Silbe vor.
In der Schrift ist das weiche D stets mit /d/ bezeichnet. Eine bedeutungsunterscheidende Funktion hat es nicht.
Neben dem Stød ist es das zweite Hauptcharakteristikum der gesprochenen dänischen Sprache, wo dann die Kombination von beiden den typischen „weichen“ Klang (im Vergleich etwa zum Norwegischen) ergibt.
Vokalqualitäten
Die dänischen Vokale ähneln den deutschen, doch sind manche nicht identisch. Grundsätzlich verdunkeln sich alle Vokale vor oder nach dem /r/ (welches nie gerollt wird). Das /a/ wird heller ausgesprochen (ähnlich dem Englischen), und das Å ähnelt je nach Kürze oder Länge verschiedenen Arten des [o] (mit Tendenz zum [a], wenn es lang ist, wird es wie u in „und“ ausgesprochen).
Am ungewohntesten ist vielleicht die typische helle Aussprache des kurzen /i/. Diese kann am einfachsten erlernt werden, wenn man bei kurzem /i/ immer versucht, ein kurzes [e] zu artikulieren.
„Verschlucken“ von Konsonanten
...und daraus oft Bildung von Diphthongen
Wenn beklagt wird, dass das Dänische bei weitem nicht so gesprochen wie es geschrieben wird, so liegt das zum großen Teil nicht nur am weichen D, sondern auch am Verschlucken diverser geschriebener Konsonanten in der Aussprache.
Betroffen hiervon sind meist im Auslaut oder im Wortinneren befindliche /g/, /t/ und oft auch des /d/ und anderer Konsonanten.
Zum Beispiel wird det (deutsch: das) nicht etwa [det] ausgesprochen, sondern immer [de].
-er im Auslaut verfärbt sich wie im Deutschen zu einer Art Vokal, nur nicht wie im Berlinischen von Hammer zu [hamma], oder im Niederdeutschen zu [hammä], sondern zu einer Art [hammå].
Und so gibt es viele weitere Ausspracheregeln und (-Ausnahmen), welche den praktischen Sprachunterricht unumgänglich machen, will man das Dänische vervollkommnen. An Universitäten dauert die Vermittlung der dänischen Phonologie ein komplettes Semester.
Ein bekannter Liedrefrain findet dort zur Veranschaulichung der Diphthongbildung von [ei] Verwendung:
En snegl på vejen er tegn på regn i Spanien
[en sneil po vein er tein po rein i Spänien]
Eine Schnecke auf dem Weg ist ein Zeichen für Regen in Spanien
(Aus: My Fair Lady, die dänische Version von: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen)
Hier ist das [ei] in regn (weil es nach /r/ kommt) dunkler als in den drei anderen Wörtern.
Einige Regeln könnte man zwar mit einigen Ausnahmen aufstellen.
Deutsch > dänisch: au > u, z. B. Hausmaus = husmus, eu > y z. B. deuten = tyde und ei = e (wie im Berlinischen) Beine = ben oder ei > i, z. B. Reis = ris
Ebenfalls bei Konsonanten sch > sk, z. B. schön = skøn, D > T und umgekehrt, d. h. deutsch = tysk
Die meisten dieser Regeln sind entweder vom Plattdeutschen oder Mittelhochdeutschen bekannt.
Wo man da überall den Stød setzen kann, muss die dänische Wikipedia-Gemeinde entscheiden.
Siehe auch
Liste dänischsprachiger Schriftsteller, Hyggelig
Literatur
Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig enthält die größte Sammlung dänischer Titel in Deutschland.
Geschichte der dänischen Sprache
- Peter Skautrup: Det danske sprogs historie. Bd. 1–4, Kopenhagen 1944–1968 (unveränderter Nachdruck 1968) und 1 Registerband, Kopenhagen 1970
Grammatiken
- Barbara Fischer-Hansen, Ann Kledal: Grammatikken. Håndbog i dansk grammatik for udlændinge. Special-pædagogisk forlag, 1998 (Indeholder gode forklaringer på grammatiske funktioner og regler i dansk.)
- Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen: Danish. A Comprehensive Grammar. London and New York 1995
nur Syntax:
- Kr. Mikkelsen: Dansk Ordföjningslære. Kopenhagen 1901 (Nachdruck Kopenhagen 1975)
Wörterbücher
Dänisch-Dänisch
- Den Danske Ordbog. 6 Bände, Gyldendal, Kopenhagen bis 2005 (das künftige Monumentalwerk, ca. 400 Euro, nur im Abonnement über den Buchhandel erhältlich)
- Dansk Ordbogen. Erstausgabe. Gyldendal, Kopenhagen 2004, ISBN 8712037591 (105.000 Stichwörter ca. 35 Euro)
- Politikens Store Ordbogs cd-rom. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6056-6 (Nur Datenträger! – Nudansk Ordbog mit Etymologie, Fremdwörterbuch, Abkürzungswörterbuch und 4000 Biografien, für Mac und Windows, ca. 95 Euro)
- Politikens Nudansk Ordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6564-9 (100.000 Stichwörter mit CD-ROM für Windows, ca. 55 Euro, gilt als Standardwerk)
- Politikens Nudansk Ordbog med Etymologi. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6556-8 (100.000 Stichwörter mit Etymologie und CD-ROM für Windows, ca. 70 Euro)
- Politikens Retskrivningsordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6455-3 (Rechtschreibungswörterbuch, 80.000 Stichwörter mit CD-ROM, ca. 15 Euro, preiswerte Alternative)
Aussprachewörterbücher
- Lars Brink, Jørn Lund u. a.: Den Store Danske Udtaleordbog. Kopenhagen 1991
- Peter Molbæk Hansen: Udtaleordbog. Kopenhagen 1990
Weblinks
- [http://netdob.asb.dk/netdob/index.html Dänisch-dänisches Netzwörterbuch]
- [http://www.kryds.dk/bigsog.htm Dänisches Synonymwörterbuch]
- [http://www.ronzon.de/seiten/dansk1.html Grundlagenwortschatz Deutsch-Dänisch]
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Germanisch
Kategorie:Einzelsprache
-
Kategorie:Dänemark
ja:デンマーク語
ko:덴마크어
Sandur
Sandur (dänisch: Sand = Sandstrand) ist ein Ort der Färöer im Westen Sandoys an der Südküste. Der Münzfund von Sandur aus dem 11. Jahrhundert weist auf eine alte Geschichte des Ortes hin.
- Einwohner: 599 (Stand: 31. Dezember 2004)
- Postleitzahl: FO-210
- Kommune: Sands kommuna
- Fußballverein: B71
Die Kommune Sandur besteht aus diesem einen Ort. Sandur ist der einwohnerstärkste Ort der Sandinsel. Sandur liegt auf einer Halbinsel zwischen den Seen Gróthúsvatn im Nordwesten und Sandsvatn im Nordosten und den beiden gegenüberliegenden Buchten Grótvík und Sandsvágur im Süden.
1000jährige Geschichte
Sandur ist eine alte Thingstätte, wo jährlich das lokale Várting abgehalten wurde.
Ausgrabungen haben an diesem Ort eine Stabkirche aus dem 11. Jahrhundert zutage gefördert. An derselben Stelle befindet sich heute der Sakralbau von 1839, eine typisch färöische Holzkirche mit Grasdach. 1988 wurde sie Opfer eines verheerenden Brandes, bei dem das ganze Kirchensilber schmolz. Es erwies sich als Brandstiftung. Doch im darauf folgenden Jahr wurde sie wieder hergestellt, pünktlich zum 150. Jubiläum. Siehe Hauptartikel: Kirche von Sandur)
Kirche von Sandur
1863 wurde beim Ausbau des Kirchhofs ein Silberschatz gefunden, der aus 98 Münzen aus dem 11. Jahrhundert bestand, die Hälfte davon deutscher Herkunft, siehe: Münzfund von Sandur.
1989 haben Archäologen zudem einen heidnischen Begräbnisplatz aus der Wikingerzeit auf den Färöern entdeckt. Das Skelett der frühen Färingerin in dem 150 cm langen Grab war gut erhalten. Bei ihr wurden drei Bernsteinperlen, eine blaue Glasperle und ein Messer gefunden.
Im Freilichtmuseum des Dänischen Nationalmuseums bei Kopenhagen ist eine Wassermühle zu sehen, die ursprünglich im 18. Jahrhundert in Sandur errichtet wurde.
Sands Bygdasavn heißt das Dorfmuseum wo Gegenstände aus dem Alltag der Vorfahren gezeigt werden. Es ist in den Sommermonaten geöffnet.
Verkehr und Tourismus
18. Jahrhundert.]]
Die Anreise von Tórshavn führt über die Fährhäfen Gamlarætt und Skopun. Von dort auf der Straße 30 am Sandsvatn entlang nach Sandur.
Sandsvatn.]]
Der Campingplatz á Munkinum ist der einzige auf Sandoy. Daher ist Sandur für viele Besucher der bevorzugte Standort während eines Inselaufenthaltes. Hinzu kommen die attraktiven Angelreviere des Sandsvatn und Gróthúsvatn. Das Hotel Ísansgarður wird seit einiger Zeit umgebaut und ist derzeit geschlossen (Stand Anfang 2005). Die Touristauskunft in Sandur (siehe Weblinks) gibt aktuelle Informationen über Privatunterkünfte und Ferienwohnungen.
Alle Orte der Insel können von Sandur aus mit dem Bus erreicht werden und eignen sich somit für Tagesausflüge. Durch die günstige Topographie der Insel sind die Wandertouren auch für normale Spaziergänger und Radfahrer geeignet. Besonders empfehlenswert sind die Abstecher an die Westküste nach Søltuvík, nach Skarvanes im Süden (dort etwas anspruchsvollere Wandermöglichkeiten) und Húsavík an der Ostküste.
Von Sandur aus verkehrt die kleine Personenfähre M/S Sildberin zur südlich vorgelagerten Insel Skúvoy. Eine besondere Attraktion ist die Tour im färöischen Ruderboot Hvíthamar von Sandur aus zu den Vogelbergen an der Westküste oder nach Skúvoy. Der Bootsbauer Jóan Petur Clementsen rudert selber.
Weblinks
- [http://www.faroeislands.dk/pages/SandurIndex.htm Faroeislands.dk: Sandur] (auf Englisch. Infos und Fotos)
- [http://www.visitsandoy.fo Visitsandoy.fo - Offizielle Seiten des Touristbüros in Sandur]
Kategorie:Kommune auf den FäröernKategorie:Ort auf den FäröernKategorie:Sandoy
Stóra Dímun
Stóra Dímun [] (dänisch: Store Dimon, deutsch: Groß-Dimun) ist die drittkleinste der 18 Inseln der Färöer und gehört zur Region der Insel Sandoy und dort zur Kommune der Insel Skúvoy.
- Fläche: 2,7 km² (Rang 16)
- Einwohner: 4 (Rang 16, Stand Sommer 2004)
- Bevölkerungsdichte: 1,9 Ew./km²
- Höchster Berg: Høgoyggj, 396 m
- Anzahl Gipfel: 3
- Postleitzahl: FO-286
- Einziger Ort: Dímun (das ist gleichzeitig der landläufige färöische Name für die Insel)
Der Name Dímun kommt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet dann zwei Hügel in Anspielung auf die beiden benachbarten Eilande Groß-Dimun und Klein-Dimun. Einst lebten bis zu 25 Menschen in Dímun. Die hiesige Kirche wurde 1922 außer Betrieb genommen.
Hier weiden ungefähr 400 Schafe und nisten viele Papageitaucher und Dreizehenmöwen. 1808 wurde hier der letzte Riesenalk auf den Färöern beobachtet. Riesenalken kamen gelegentlich im Sommer als Invasionsvögel auf die Färöer. Seine Ankunft wurde unter Vogelfängern als gutes Omen für eine erfolgreiche Jagdsaison gesehen.
Das Anlegen an dieser Insel und das Besteigen der steilen Küste ist ein waghalsiges Manöver, und daher verkehrt hier auch keine Fähre, sondern nur der Hubschrauber.
Die Siedlungsgeschichte von Dímun geht zurück auf die Landnahmezeit der Wikinger im 10. Jahrhundert. Dímun ist bereits in der Färingersaga erwähnt. Der Überlieferung zufolge wurde hier Sigmundur Brestisson als 9jähriger Junge Zeuge des Mordes an seinem Vater Brestir und dessen Bruder Beinir.
Sigmundur war es dann, der die Färöer 999 christianisierte und so auch das Prinzip der Blutrache abzuschaffen versuchte.
Dímun in der Färingersaga
:Þat er at segja eitthvert sinn, þá er þeir brœðr voru at búi sínu, Brestir ok Beinir, í Dímun, at þeir fóru í eyna Dímun hina litlu, hún er óbyggð; þar létu þeir ganga sauðfé sitt, ok naut þau er þeir ætluðu til slátrs.
Neufäröisch
:Tað er at siga frá eina ferðina, ið brøðurnir [Brestir og Beinir] vóru á garð sínum í Dímun, at teir fóru í oynna lítlu Dímun, sum óbygd er; har lótu teir ganga seyð og neyt, sum teir ætlaðu at taka til skurðar.
:(nach Hammershaimb 1882)
Dänisch
:Det hændte sig nu engang, da Brøderne Brester og Beiner vare paa deres Gaard paa Dimon, at de seilede over til Øen Lille-Dimon, som er ubeboet; hvor de lode deres Faarehjord gaae tilligmed de Nød, som de bestemte til Slagtning.
:(alte dänische Rechtschreibung. Übersetzung nach C. C. Rafn 1832 bzw. 1833)
Deutsch
:Es begab sich einst, als die Brüder Brestir und Beinir auf ihrem Hof in Dimun waren, dass sie zur Insel Klein-Dimun fuhren, die unbewohnt ist; dort ließen sie ihre Schafe weiden und die Rinder, welche sie zu schlachten trachteten.
Siehe auch
- Liste der Städte und Orte auf den Färöern
Weblinks
- [http://www.faroestamps.fo/?side=adc2e08da621f1c5815d1bbd7b762ad6 Faroestamps.fo über Stóra Dímun] (auf deutsch, englisch, französisch, dänisch und färöisch)
Kategorie:Insel (Färöer)
Stora Dimun
Kategorie:Sandoy
Sandur
Sandur (dänisch: Sand = Sandstrand) ist ein Ort der Färöer im Westen Sandoys an der Südküste. Der Münzfund von Sandur aus dem 11. Jahrhundert weist auf eine alte Geschichte des Ortes hin.
- Einwohner: 599 (Stand: 31. Dezember 2004)
- Postleitzahl: FO-210
- Kommune: Sands kommuna
- Fußballverein: B71
Die Kommune Sandur besteht aus diesem einen Ort. Sandur ist der einwohnerstärkste Ort der Sandinsel. Sandur liegt auf einer Halbinsel zwischen den Seen Gróthúsvatn im Nordwesten und Sandsvatn im Nordosten und den beiden gegenüberliegenden Buchten Grótvík und Sandsvágur im Süden.
1000jährige Geschichte
Sandur ist eine alte Thingstätte, wo jährlich das lokale Várting abgehalten wurde.
Ausgrabungen haben an diesem Ort eine Stabkirche aus dem 11. Jahrhundert zutage gefördert. An derselben Stelle befindet sich heute der Sakralbau von 1839, eine typisch färöische Holzkirche mit Grasdach. 1988 wurde sie Opfer eines verheerenden Brandes, bei dem das ganze Kirchensilber schmolz. Es erwies sich als Brandstiftung. Doch im darauf folgenden Jahr wurde sie wieder hergestellt, pünktlich zum 150. Jubiläum. Siehe Hauptartikel: Kirche von Sandur)
Kirche von Sandur
1863 wurde beim Ausbau des Kirchhofs ein Silberschatz gefunden, der aus 98 Münzen aus dem 11. Jahrhundert bestand, die Hälfte davon deutscher Herkunft, siehe: Münzfund von Sandur.
1989 haben Archäologen zudem einen heidnischen Begräbnisplatz aus der Wikingerzeit auf den Färöern entdeckt. Das Skelett der frühen Färingerin in dem 150 cm langen Grab war gut erhalten. Bei ihr wurden drei Bernsteinperlen, eine blaue Glasperle und ein Messer gefunden.
Im Freilichtmuseum des Dänischen Nationalmuseums bei Kopenhagen ist eine Wassermühle zu sehen, die ursprünglich im 18. Jahrhundert in Sandur errichtet wurde.
Sands Bygdasavn heißt das Dorfmuseum wo Gegenstände aus dem Alltag der Vorfahren gezeigt werden. Es ist in den Sommermonaten geöffnet.
Verkehr und Tourismus
18. Jahrhundert.]]
Die Anreise von Tórshavn führt über die Fährhäfen Gamlarætt und Skopun. Von dort auf der Straße 30 am Sandsvatn entlang nach Sandur.
Sandsvatn.]]
Der Campingplatz á Munkinum ist der einzige auf Sandoy. Daher ist Sandur für viele Besucher der bevorzugte Standort während eines Inselaufenthaltes. Hinzu kommen die attraktiven Angelreviere des Sandsvatn und Gróthúsvatn. Das Hotel Ísansgarður wird seit einiger Zeit umgebaut und ist derzeit geschlossen (Stand Anfang 2005). Die Touristauskunft in Sandur (siehe Weblinks) gibt aktuelle Informationen über Privatunterkünfte und Ferienwohnungen.
Alle Orte der Insel können von Sandur aus mit dem Bus erreicht werden und eignen sich somit für Tagesausflüge. Durch die günstige Topographie der Insel sind die Wandertouren auch für normale Spaziergänger und Radfahrer geeignet. Besonders empfehlenswert sind die Abstecher an die Westküste nach Søltuvík, nach Skarvanes im Süden (dort etwas anspruchsvollere Wandermöglichkeiten) und Húsavík an der Ostküste.
Von Sandur aus verkehrt die kleine Personenfähre M/S Sildberin zur südlich vorgelagerten Insel Skúvoy. Eine besondere Attraktion ist die Tour im färöischen Ruderboot Hvíthamar von Sandur aus zu den Vogelbergen an der Westküste oder nach Skúvoy. Der Bootsbauer Jóan Petur Clementsen rudert selber.
Weblinks
- [http://www.faroeislands.dk/pages/SandurIndex.htm Faroeislands.dk: Sandur] (auf Englisch. Infos und Fotos)
- [http://www.visitsandoy.fo Visitsandoy.fo - Offizielle Seiten des Touristbüros in Sandur]
Kategorie:Kommune auf den FäröernKategorie:Ort auf den FäröernKategorie:Sandoy
SkopunSkopun [] (dänisch: Skopen) ist ein Ort der Färöer an der Nordküste der Insel Sandoy.
- Einwohner: 499 (Stand: 31. Dezember 2002)
- Postleitzahl: FO 240
- Kommune: Skopunar kommuna
Die Kommune Skopun besteht aus diesem einen Ort. Es ist der zweitgrößte der Sandinsel.
Der Ort wurde 1833 gegründet, war aber auch schon im Mittelalter bewohnt. Die Einwohner von Skopun besaßen kein eigenes Land, sondern lebten von der Fischerei. Das erklärt, warum die Häuser alle sehr dicht beieinander liegen.
1897 wurde die Kirche aus dem Holz der alten Kirche von Vestmanna gebaut. 1918 entstand hier die erste Straße der Färöer, durch das Tal nach Sandur, dem Hauptort der Insel im Süden. Der Hafen von Skopun wurde 1926 gebaut. In der Folge wurde er immer weiter ausgebaut, bis er 1982 sogar ein Tor erhielt, das bei hohem Seegang geschlossen werden kann, sodass das Hafenbecken verschont bleibt.
1988 vernichtete ein Orkan den kleinen Wald des Ortes.
Während früher die Autofähre nach Skopun von der Hauptstadt Tórshavn aus verkehrte, fährt sie heute vom neu errichteten Hafen Gamlarætt an der Südwestküste Streymoys aus. Im Okotber 2004 wurde erstmals eine Machbarkeitsstudie für den unterseeischen Tunnelbau von dort nach Skopun beauftragt. Dieser 9 Kilometer lange Tunnel wäre dann Teil der festen Querung nach Suðuroy, die langfristig angedacht ist.
Weblinks
- [http://www.faroeislands.dk/pages/SkopunIndex.htm Faroeislands.dk: Skopun] (auf Englisch. Infos und Fotos)
- [http://www.skopun.fo Offizielle Homepage] (Färöisch)
Kategorie:Ort auf den FäröernKategorie:Sandoy
DalurDalur [] (dänisch: Dal, wörtlich: Tal) ist ein Ort auf Sandoy (Färöer).
- Einwohner: 48 (Stand: 31. Dezember 2002)
- Postleitzahl: FO-235
- Kommune: Húsavík (Färöer)
Dalur liegt im Süden Sandoys an der Ostküste in einem großen Tal (daher der Name). In südliche Richtung führt eine schmale Straße zur Südspitze Sandoys, von wo aus man zu Fuß den Vogelfelsen Skorin errichen kann.
Die Kirche von Dalur wurde 1957 errichtet und war damit die erste Kirche im Dorf.
Siehe auch: färöische Vogelwelt, Liste der Städte und Orte auf den Färöern
Kategorie:Ort auf den FäröernKategorie:Sandoy
SkarvanesSkarvanes [] (dänischer Name: Skarvenæs) ist ein Ort der Färöer an der Westküste der Insel Sandoy gegenüber der Insel Skúvoy.
- Einwohner: 4 (Stand 31. Dezember 2002)
- Postleitzahl: FO-236
- Kommune: Húsavíkar kommuna
Skarvanes bildet zusammen mit den Orten Húsavík und Dalur die oben genannte Kommune und gleichzeitig den südlichen Teil der Insel.
Hier befindet sich eine erhaltene kleine hölzerne Wassermühle mit dem typischen Grasdach.
Kategorie:Ort auf den Färöern
Kategorie:Sandoy
AutofähreEine Autofähre ist ein zumeist motorgetriebenes Wasserfahrzeug für den Transport von Personen- und Lastkraftwagen sowie deren Insassen (s. auch Fähre).
Die Größe und Bauart einer Autofähre richten sich nach dem Verkehrsaufkommen, der Dauer der Überfahrt und dem Gewässer. Eine kleine Autofähre, beispielsweise zum Queren eines Flusses, befördert auf jeder Fahrt eine vergleichsweise geringe Zahl von Fahrzeugen, hat dafür infolge der kurzen Fahrzeit sehr häufige Fahrten. Große Autofähren, die mehrere Hundert Fahrzeuge fassen können, fahren in der Regel über weitere Strecken, oft viele Hundert Kilometer. Sie sind dann auch für die Verpflegung und Unterbringung der Fahrzeuginsassen mit Restaurants und Kabinen entsprechend eingerichtet. Die größte Autofähre der Welt ist zur Zeit die 75000 BRZ große Color Fantasy, die seit Dezember 2004 zwischen Kiel und Oslo verkehrt.
Oslo
Es gibt zum Beispiel die Doppelend Fähren. Sie sind auf beiden Seiten offen das die Autos auf der einen Seite über eine Brücke reinfahren können und in Fahrtrichtung es wieder verlassen.Auf dem Bodensee z.B. hat die Grösste über 70 m länge.Die Fähren werden mit einem Voith Schneider Propeller angetrieben. Der Rumpf einer großen Autofähre ist oberhalb der Wasserlinie dadurch gekennzeichnet, dass im Hafen eine möglichst schnelle und reibungslose Ein- und Ausfahrt der Fahrzeuge ermöglicht wird. Dafür befinden sich große Öffnungen am Heck und/oder Bug des Schiffes, oft auch an den Seitenwänden, die während der Überfahrt wasserdicht verschlossen sein müssen. Ist die Funktionsweise dieser Heck- oder Bugklappen nicht gewährleistet, oder sind sie für das Fahrtgebiet nicht richtig ausgelegt, können sie ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie der Untergang der Estonia zeigte. Dennoch betrachtet man die Häufigkeit der Schiffsbewegungen in typischen Fährenregionen, kann zumindest in Europa und Nordamerika diese Art der Beförderung als sehr sicher betrachtet werden.
Kategorie:Fähre
Tórshavn
Tórshavn [] (auf färöisch oft kurz: Havn; dänisch: Thorshavn) ist die Hauptstadt der Färöer, und liegt an der Ostküste Streymoys.
Es ist die politische, wirtschaftliche und geistige Metropole des Landes und bietet weit mehr Infrastruktur, als man in einer vergleichbar großen mitteleuropäischen Kleinstadt erwarten würde.
Die Stadt bezeichnete sich früher oft als die kleinste Hauptstadt der Welt, was aber schon mit Hinblick auf Nuuk (Grönland) nicht korrekt ist. Scherzhaft nennt man Tórshavn auch den Nabel der Welt (Zitat William Heinesen).
Bekanntestes Motto der Stadt ist Tann deiliga Havn (das schöne Tórshavn), was zum Beispiel auch ein Songtitel ist.
Name der Stadt
Der Name der Stadt kommt vom germanischen Gott Thor (färöisch: Tór) und dem skandinavischen Wort für Hafen, havn, heißt also wörtlich: "Thors Hafen".
Tórshavn wird von den Färingern meist nur Havn [] genannt, also einfach »Hafen«.
Das Stadtwappen zeigt den Thorshammer Mjölnir und kündet so von der vorchristlichen Gründungszeit des Ortes.
Geografie, Klima
Tórshavn liegt geografisch im Zentrum des Archipels an der südlichen Ostküste der größten Insel Streymoy auf 62° nördlicher Breite und 6° 45' westlicher Länge. Die östlich vorgelagerte Insel Nólsoy bildet einen zusätzlichen Schutz für den natürlichen Hafen der Stadt.
Das zusammenhängende urbane Siedlungsgebiet der Stadt umfasst die Orte Argir im Süden und Hoyvík im Norden und hatte am 31. Dezember 2002 genau 17.064 Einwohner. Die Kommune Tórshavn erstreckt sich über diverse weitere Nachbarorte mit etwa 1.400 zusätzlichen Einwohnern (siehe dort).
Nordwestlich der Stadt erhebt sich der 347 Meter hohe Berg Húsareyn, südwestlich der 350 Meter hohe Kirkjubøreyn.
Geschichte
Im Jahre 1075 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Das Thing auf der hier gelegenen Halbinsel Tinganes geht aber wahrscheinlich auf ca. 850 zurück. Im Jahr 1000 wurde auf dem Thing aufgrund der Missionarsarbeit des Sigmundur Brestisson das Christentum angenommen, wie die Färingersaga erzählt.
Ab 1271 wurde die norwegische Herrschaft mit einem Handelsmonopol über die Färöer errichtet. Die Handelsvertreter ließen sich in der Folge Tórshavn nieder. Unter Bischof Erlendur wurde hier die Munkastovan errichtet.
1580 wurde zum Schutz vor Piraten die Festungsanlage Skansin erbaut. 1673 vernichtete ein Großbrand weite Teile von Tinganes. Wertvolle Dokumente fielen den Flammen zum Opfer.
Erst mit dem Rybergs Handel entwickelte sich Tórshavn dann Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Stadt im eigentlichen Sinne.
1866 wurde die Kommune Tórshavn gebildet und damit die erste Bürgerversammlung des Ortes. Seitdem ist Havn offiziell die Hauptstadt der Färöer. Am 1. Januar 1909 bekam die Stadt den Status einer dänischen Handelsstadt zugesprochen. 1927 wurde der Tórshavner Hafen ausgebaut und mit einer großen Kaimauer versehen. Seitdem hat Tórshavn einen richtigen Seehafen.
1974 wurde Hvítanes eingemeindet. Hoyvík folgte 1978, Argir 1997, Kollafjørður 2001 und 2005 schließlich die Kommunen Nólsoy, Hestur und Kirkjubøur.
Bevölkerungsentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl der Stadt (ab 1975 Kommune) Tórshavn (ab 1989 zum 31. Dezember):
Wirtschaft und Verkehr
Tórshavn ist der wichtigste Handels- und Fährhafen der Färöer und damit eine internationale Verkehrsdrehscheibe.
Es ist Heimathafen der Norröna, einer hochmodernen Autofähre, die unter anderem nach Dänemark und Island fährt. Gelegentlich kommen hier auch Kreuzfahrtschiffe vorbei.
Der regionale Fährverkehr nach Nólsoy und Suðuroy wird von Strandfaraskip Landsins abgewickelt. Der Verkehr nach Hestur und Sandoy läuft inzwischen über den Landweg nach Gamlarætt an der Westküste, von wo sich die Passage zur See erheblich verkürzt hat.
Atlantic Airways bietet eine Hubschrauberlinie u.a. zum Flughafen Vágar, nach Klaksvík und der Insel Koltur an.
In Tórshavn, das sich über ein relativ weites Areal erstreckt, verkehren mehrere Stadtbuslinien. Von hier aus fahren auch Überlandbusse, z.B. durch den 2002 eröffneten Vágartunnel zum Flughafen Vágar (Fahrtzeit 1 Stunde).
Im Hafen befindet sich der Hauptstandort des färöischen Werftenverbundes Tórshavnar Skipasmiðja.
Verwaltung
Tórshavnar Skipasmiðja
Mitten im Hafen befindet sich die Halbinsel Tinganes mit dem Løgting, einem der ältesten bis heute bestehenden Parlamente der Welt, und der färöischen Landesregierung.
Die Reichsombudsschaft auf den Färöern hat ihren Sitz im Stadtzentrum und vertritt das Königreich vor Ort.
Die Stadtverwaltung von Tórshavn (Weblink siehe Kasten oben) bietet folgende, für Besucher relevante, Dienste an:
- Monatskarten für die Stadtbusse (Passfoto erforderlich)
- Stadtbücherei in der Fußgängerzone
- Schwimmhalle beim Sportzentrum Gundadalur
- Jugendzentrum Margarinfabrikkin als Treffpunkt zum Musizieren und Spielen
- Galerie Smiðjan für Hobbykünstler, die gerne ausstellen möchten
Sehenswürdigkeiten
Königreich 1940-1945]]
- Zur Ólavsøka am 28. und 29. Juli eines jeden Jahres ist hier das bedeutendste Volksfest des Landes. In dieser Zeit befinden sich die meisten Besucher in der Stadt.
- Die Halbinsel Tinganes mit ihren engen Gassen bildet den ältesten Teil der Stadt.
- Am Ostufer des Hafens steht die alte Festung Skansin mit ihrem charakteristischen Leuchtturm.Skansin
- Die Tórshavner Domkirche wurde 1788 erbaut und beherbergt ein Altarbild von 1647.
- Im Stadtzentrum befindet sich die Fußgängerzone Niels Finsensgøta als Ladenzeile. Dort sind auch die Stadtbibliothek und einige Buchläden. Nach 5-10 Minuten Fußweg erreicht man das Einkaufszentrum SMS, welches einem mittelgroßen Einkaufszentrum einer europäischen Großstadt entspricht.
- Der Tórshavner Stadtpark ist der einzige "Wald" auf den Färöern.
- Direkt am Stadtpark liegt die katholische Marienkirche, ein modernes Kleinod aus Stein, Glas und Kupfer mit Glasmalereien von Tróndur Patursson.
Tróndur Patursson]
- Das Kunstmuseum der Färöer beheimatet die größte Sammlung färöischer Kunst.
- Etwas weiter nördlich liegt das Haus des Nordens, es ist nicht nur das Kultur- und Kongresszentrum der Färöer, sondern auch ein architektonisches Highlight.
- Tórsvøllur ist das Stadion, wo der färöische Fußball seinen bekanntesten Platz hat.
- Kneipen in der in Deutschland üblichen Form sind eher selten. Alkohol war bis 1992 auf den Färöern stark reglementiert. Leichtbier ist frei verkäuflich. Stärkeres Bier und sonstige alkoholische Getränke sind nur in den staatlichen Wein- und Spirituosenmonopolhandlungen sowie in Restaurants etc. mit Schankerlaubnis erhältlich. Klassiker sind der Klubbin und das (zur Zeit geschlossene) Vertshúsið Restorff (eigene Brauerei).
- Die besten Restaurants sind das Hotel Føroyar (etwas oberhalb der Stadt mit prominenter Aussicht), das traditionsreiche Hotel Hafnia mitten im Zentrum, und das Merlot (alle Drei-Sterne-Restaurants).
Hotel Hafnia
Umgebung
Hotel Hafnia
- Direkt vor Tórshavn liegt die kleine autofreie Insel Nólsoy mit ihrem malerischen Hafen. Mehrmals täglich verkehrt eine Personenfähre dorthin.
- Westlich von Tórshavn gelangt man (per Bus oder leichtem Wanderweg) in den kulturhistorisch bedeutendsten Ort der Färöer: Kirkjubøur mit seiner Dom-Ruine und dem ältesten Haus, welches aus der Wikingerzeit stammt, heute ein Museum.
- Etwas oberhalb der Stadt liegt das renommierte Hotel Føroyar an der alten Ausfallstraße 10 in Richtung Norden über die Berge. Von hier genießt man einen Ausblick über die ganze Stadt.
- Heute benutzen Autofahrer, die in den Norden fahren wollen, aber die bequemere Straße 50 an der Westküste über Hvítanes und den Tunnel hinter Kaldbaksbotnur.
Persönlichkeiten
Symphonieorchester von 1987]]
In Tórshavn geboren sind:
- Jónas Broncks, (16. Jahrhundert) lange Zeit vermuteter Namensgeber der Bronx (US-Staat New York)
- Niels Ryberg Finsen (1860-1904), Medizinnobelpreisträger 1903
- Janus Djurhuus (1881-1948), Schriftsteller
- William Heinesen (1900-1991), Schriftsteller, Grafiker
- Janus Kamban (1913), Bildhauer
- Ingálvur av Reyni (1920), Maler
- Jákup Pauli Gregoriussen (1932), Architekt, Grafiker, Autor
- Zacharias Heinesen (1936), Maler
- Bárður Jákupsson (1943), Maler, Kulturhistoriker
- Annika Hoydal (1945), Sängerin, Schauspielerin, Komponistin
- Katrin Ottarsdóttir (1957), Filmemacherin
- Hildigunn Eyðfinnsdóttir (1975), Schauspielerin
Literatur
Im Aufbau
- William Heinesen und John Davidsen: Tann deiliga Havn. Zeichnungen von Ingálvur av Reyni. Tórshavn: H.N. Jacobsens Bokahandil, 1953; 2. Auflage 1986 (auf Färöisch: 78 Seiten)
- William Heinesen: Fortællinger fra Thorshavn / i udvalg og med forord af Erik Vagn Jensen. Kopenhagen: Gyldendal, 1974 (auf Dänisch, 15 Erzählungen, 2. Auflage, 267 Seiten) ISBN 87-00-78402-8.
- Jákup Pauli Gregoriussen: Tórshavn vár miðstøð og borg II: tekningar úr Havn. Velbastað: Forlagið í Støplum, 2000. ISBN 99918-914-4-7 (104 S., Zeichnungen aus Tórshavn, darunter 85 Farbzeichnungen, 2. Band. Zusammenfassungen auf Dänisch und Englisch)
- Jens Pauli A. Nolsøe: Havnar søga 1. Tórshavn: Tórshavnar Býráð, 2004. (Stadtgeschichte Band 1, 348 Seiten, Bilder) ISBN 99918-62-01-3.
- Jens Pauli A. Nolsøe: Havnar søga 2. Tórshavn: Tórshavnar Býráð, 2004. (Stadtgeschichte Band 2, 301 Seiten, Bilder) ISBN 99918-62-02-1
Weblinks
- [http://www.visittorshavn.fo Touristinformation Tórshavn]
- [http://www.faroeislands.dk/pages/TorshavnIndex.htm Faroeislands.dk - Tórshavn] (private Website, englisch)
- [http://www.portal.fo/cam/webcam.php?kamera=89 Webcam im Hafen]
- [http://www.bio.fo bio.fo - Kinoprogramm in Tórshavn] (meist englisch mit dänischen Untertiteln, Website auf färöisch)
- [http://svimjihollin.fo Svimjihollin.fo - Schwimmhalle] (färöisch, aber übersichtlich mit Öffnungszeiten und Preisen)
Torshavn Torshavn Torshavn - Kategorie:Streymoy
2004
Jahreswidmungen
- 2004 ist „Internationales Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei und an ihre Abschaffung“ (UNESCO)
- 2004 ist „Internationales Jahr des Reis“ (UNO)
- 2004 ist „Internationales Jahr der Technik“
- 2004 ist „Internationales Jahr der Erziehung durch Sport“
- Ewe ist Afrikanischer Stamm des Jahres (Ghana, Togo, Benin) (Internationale Stämme Mission)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ (Markus 13:31)
- Das Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg/Deutschland)
- Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Weißtanne (Abies alba) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Siebenschläfer (Myoxus glis) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Der Storchschnabel (Geranium) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Natur
- 19. April: Partielle Sonnenfinsternis (südliches Afrika)
- 4. Mai: Totale Mondfinsternis
- 8. Juni: Der erste Venustransit (Sonnendurchgang) seit 1882 ist in Mitteleuropa von 7:20 Uhr bis 13:23 MESZ zu beobachten
- 5. Oktober: In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen
- 11. Oktober: Am frühen Morgenhimmel ist die Venus dem Mond besonders nahe und gut zu beobachten
- 14. Oktober: Partielle Sonnenfinsternis (Nordost-Asien, Nord-Pazifik)
- 28. Oktober: Totale Mondfinsternis
- 5. Dezember: Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden
- 26. Dezember: Seebeben im Indischen Ozean und Tsunami-Flutwelle. Verheerende Schäden in den Küstenregionen im Golf von Bengalen, Südasien und Südostasien. Siehe Erdbeben im Indischen Ozean 2004
Politik
Januar
- 1. Januar: Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Irland übernimmt von Italien die Präsidentschaft im europäischen Rat
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in Kap Verde eingeführt
- 1. Januar: Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär
- 13. Januar: Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis
- 14. Januar: Óscar Berger Perdomo wird Staatspräsident von Guatemala
- 15. Januar bis 21. Januar: Weltsozialforum im Mumbai, (Indien)
- 16. Januar: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland), Dominique de Villepin (Frankreich) und Włodzimierz Cimoszewicz (Polen) treffen sich im Rahmen des Weimarer Dreiecks
- 19. Januar: Erste Vorwahl der demokratischen Partei in Iowa, (USA)
- 20. Januar: Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo
- 21. Januar: Das auswärtige Amt finanziert zwei Justizaufbauprojekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) in Afghanistan
- 24. Januar: Entlassung des Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Florian Gerster nach Misstrauensvotum
- 25. Januar: Georgien: Michail Saakaschwili wird Staatspräsident
Februar
- 2. Februar: Brunei: Karl XVI. Gustaf von Schweden löst durch sein Lob des Sultans eine außenpolitische Krise seiner Heimat aus
- 5. Februar: Lettland: Ministerpräsident Einars Repse tritt zurück
- 6. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der SPD zu Gunsten von Franz Müntefering
- 8. Februar: Volksabstimmungen in der Schweiz, unter anderem wird die zweite Tunnelröhre durch den Gotthard in der Innerschweiz deutlich abgelehnt
- 13. Februar: Präsident Blaise Compaoré von Burkina Faso trifft auf Einladung von Bundespräsident Johannes Rau in Deutschland ein
- 19. Februar: Bundesminister Joschka Fischer nimmt in Brüssel, Belgien an einem EU-Seminar gegen Antisemitismus teil
- 20. Februar: Parlamentswahlen im Iran, viele liberale Kandidataten wurden ausgeschlossen, die Wahlbeteiligung sank auf etwa 50 Prozent
- 26. Februar: Staatspräsident Boris Trajkovski von Mazedonien stirbt bei einem Flugzeugabsturz
- 29. Februar: Bürgerschaftswahlen in Hamburg, die CDU erhält die absolute Mehrheit, Ole von Beust bleibt 1. Bürgermeister
März
- 1. März: Internationale Friedenstruppen treffen in Haiti ein
- 2. März: Eröffnung der neuen Botschaft der Niederlande in Berlin durch Königin Beatrix
- 7. März: Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg, Gemeinderatswahlen Tirol
- 9. März: Lettland: Indulis Emsis wird neuer Ministerpräsident
- 10. März: Griechenland: Kostas Karamanlis wird Ministerpräsident
- 14. März: Wladimir Putin wird als Präsident Russlands in seinem Amt bestätigt
- 14. März: Michail Jefimowitsch Fradkow wird Vorsitzender der Regierung in Russland
- 14. März: Parlamentswahlen in Spanien
- 18. März: In Ottawa findet der EU-Kanada-Gipfel statt
- 22. März: Mazedonien stellt Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO und der EU
- 23. März: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Warschau, Polen
- 27. März: Kommunalwahlen in Nigeria
- 28. März: Präsidentschaftswahlen in Guinea-Bissau
- 29. März: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO
- 30. März: Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, trifft die afghanische Frauenministerin Habiba Sorabi zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt
- 30. März: Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu einem Gedankenaustausch zusammen
April
- 2. April: Bulgarien wird Mitglied der NATO
- 2. April: Lettland wird in die NATO aufgenommen
- 3. April: Etwa 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin, Köln und Stuttgart gegen den Reformkurs der deutschen Bundesregierung
- 3. April und 17. April: Präsidentenwahl in der Slowakei
- 5. April: Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Million Euro
- 14. April: Parlamentswahlen in Südafrika
- 15. April: Niederlande: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Rotterdam und Den Haag
- 17. April: Ivan Gašparovič wird neuer Staatspräsident der Slowakei
- 17. April: José Luis Zapatero wird Ministerpräsident in Spanien
- 19. April: Bundesaußenminister Joschka Fischer reist nach Afghanistan
- 22. April: Gründung eines Goethe-Instituts in Ljubljana, Slowenien
- 25. April: Parlaments- und Kommunalwahlen in Äquatorialguinea
- 25. April: Heinz Fischer wird bei der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich gewählt
- 26. April: Giftgas-Attentat in Jordanien vereitelt, es hätten 80.000 Menschen sterben können
- 27. April: Thabo Mbeki wird als Präsident von Südafrika vereidigt
- 28. April: Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
- 29. April: Regierungsumbildung in Mali
- 30. April: Der Skandal um Misshandlungen irakischer Häftlinge im Bagdader US-Militärgefängnis Abu Ghraib wird publik
Mai
- 1. Mai: Die europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (siehe EU-Osterweiterung)
- 1. Mai: In Polen gilt für Investitionen ab sofort das EU-Recht
- 2. Mai: Parlamentswahlen in Panama
- 7. Mai: Surya Bahadur Thapa tritt als Premierminister von Nepal zurück
- 7. Mai: Verfassungsänderungen in der Türkei zur EU-Anpassung
- 16. Mai: Volksabstimmung in der Schweiz
- 22. Mai: Manmohan Singh wird Premierminister in Indien
- 23. Mai: Horst Köhler wird von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ergebnis: Horst Köhler 604 Stimmen, Gesine Schwan 589 Stimmen
- 25. Mai: Der 49. Eurovision Songcontest findet in Istanbul, Türkei statt
- 27. Mai: USA und Bahrain unterzeichen ein Freihandelsabkommen
- 29. Mai: Estland wird Vollmitglied in der NATO
Juni
- 1. Juni: Im Irak nominiert der Übergangsrat den künftigen Staatspräsidenten Ghazi al Jawar. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi stellt die 26 Mitglieder seines Kabinetts vor, dem die USA am 30. Juni die Macht übergeben werden
- 1. Juni: Lic. Elías Antonio Saca González wird Staatspräsident von El Salvador
- 4. Juni bis 13. Juni: Europride in Hamburg
- 6. Juni: 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Erstmals nimmt mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler an den Gedenkfeiern in der Normandie teil (siehe D-Day)
- 7. Juni: In Marokko tritt ein neues Arbeitsgesetz in Kraft
- 8. Juni bis 10. Juni: G8-Gipfeltreffen in Sea Island (Georgia), USA
- 9. Juni: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Verfassungsklage gegen das Ladenschlussgesetz ab
- 13. Juni: Wahlen zum Europaparlament
- 13. Juni: Landtagswahl in Thüringen
- 13. Juni: Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt
- 21. Juni: Fünfter Ostseegipfel in Estland
- 22. Juni: In Nauru wird Präsident René Harris bei einem Misstrauensvotum abgesetzt und durch Ludwig Scotty ersetzt
- 24. Juni: Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan
- 27. Juni: Kommunalwahl in Thüringen, die SPD verliert, die PDS gewinnt Stimmen hinzu
- 28. Juni: Im Irak erfolgt die Machtübergabe von der Koalitions-Übergangsverwaltung an die Irakische Übergangsregierung
Juli
- 1. Juli: Amtsantritt des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler
- 1. Juli: Gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wird Anklage erhoben
- 8. Juli: Angelobung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer
- 9. Juli: Pawel Chlebnikow wird in Moskau von Unbekannten erschossen
- 15. Juli: Antrittsbesuch des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen, anschließend Besuch in Frankreich
August
- 1. August: 60. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt als erster deutscher Bundeskanzler als Ehrengast an den Feierlichkeiten teil
- 2. August: In Deutschland tritt die Sondersteuer auf Alkopops in Kraft, die handelsübliche 275-Milliliter-Flaschen um 85 Cent verteuert (zuzüglich Mehrwertsteuer) und die Getränke für Jugendliche unattraktiver machen soll
- 9. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 85.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: Präsident Hugo Chávez in Venezuela gewinnt das Referendum über seine Amtsenthebung. etwa 58 % der Wähler stimmen für ihn (Wahlbeteiligung etwa 95 %)
- 19. August: Erneut demonstrieren in Erfurt und Brandenburg knapp 10.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 22. August: Norwegen: Der Schrei, ein Bild des norwegischen Malers Edvard Munch, wird von maskierten Tätern aus dem Osloer Munch-Museum entwendet
- 23. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 29. August: Etwa 300.000 Menschen demonstrieren in New York City gegen die Politik von Präsident George W. Bush
- 29. August: Scharif al-Misri wird als führendes Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida in Qetta (Pakistan) zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen verhaftet
- 30. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren erneut mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 31.Eröfnung der RIMS Reihn-Main-International-Montessori-Schule
September
- [[5. September]]: Bei den Landtags[[wahlen im Saarland ist die SPD mit knapp 14 % Verlust auf 30,8 % die einzige Verliererin. Die Wahlbeteiligung sinkt von 69 % (1999) auf 56 % (2004)
- 6. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende (ARD: 50.000, ZDF/RTL: deutlich weniger als in der Vorwoche, SAT1/N-TV: 75.000) gegen die Hartz IV-Gesetze
- 10. September: Polen Das polnische Parlament, der Sejm, hat ohne Gegenstimme die Regierung in Warschau aufgefordert, angemessene Maßnahmen in der Angelegenheit von Reparationen gegenüber Deutschland zu ergreifen
- 12. September: Zehntausende von Israelis demonstrierten in Jerusalem gegen die beabsichtigte Räumung von Siedlungen im Gazastreifen
- 13. September: Bundespräsident Horst Köhler hält unterschiedliche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland für unvermeidlich
- 13. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende, allerdings deutlich weniger als in der Vorwoche, gegen die Hartz IV-Gesetze
- 14. September: Die OECD stellt in ihrer Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ erneut Mängel im deutschen Bildungssystem fest
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Brandenburg verlieren SPD und CDU mehr 7 %, die PDS gewinnt 5 % und die DVU ist erneut im Landtag vertreten
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verliert die CDU fast 16 %, die SPD rutscht unter die 10 % Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 %. Auch Grüne und FDP kommen in den Landtag
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Vorarlberg erreicht die ÖVP die absolute Mehrheit
- 20. September: Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien (die Auszählung wurde erst Anfang Oktober abgeschlossen) werden von Susilo Bambang Yudhoyono gewonnen, der die bisherige Präsidentin Megawati Sukarnoputri ablöst
- 26. September: Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU ca. 7 %, bleibt aber stärkste Partei im Land. Die SPD verliert erneut ca. 3 %, die Grünen und die FDP gewinnen jeweils ca. 3 %
- 26. September: Volksabstimmung in der Schweiz
Oktober
- 2. Oktober: In Berlin demonstrieren ca. 50.000 gegen die Hartz IV-Gesetze
- 2. Oktober: In Amsterdam protestieren ca. 200.000 Menschen gegen die Sparpläne der christlich-liberalen Regierung
- 3. Oktober: Bei Parlamentswahlen in Slowenien geht die konservative Slowenische Demokratische Partei unter Janez Janša als Sieger hervor, die bisher regierende linksliberale Liberaldemokratische Partei Sloweniens verliert über 13 % und wird vermutlich in Opposition gehen
- 5. Oktober: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat soll dieser Abbau sozialverträglich stattfinden
- 5. Oktober: Der designierte EU-Innenkommissar Rocco Buttiglione ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität und Frauen auf Kritik gestoßen
- 6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden
- 9. Oktober: Die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan werden von Unregelmäßigkeiten begleitet. Später wird der amtierende Präsident Hamid Karzai mit 55,4 % der Stimmen zum Sieger erklärt
- 12. Oktober: Der Kalif von Köln, Metin Kaplan, wird aus Deutschland in die Türkei abgeschoben und dort sofort verhaftet
- 14. Oktober: General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen. Daraufhin streiken die Arbeiter im Opel Werk Bochum sechs Tage lang
- 16. Oktober: Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia
- 17. Oktober: Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko lässt sich in einem umstrittenem Referendum für eine dritte Amtszeit bestätigen
- 23. Oktober: Eine gute Woche vor der Präsidentenwahl in der Ukraine haben zehntausende Oppositionsanhänger in Kiew für eine freie und faire Abstimmung demonstriert
- 24. Oktober: Die Serben im Kosovo boykottieren die Parlamentswahlen. Gewinner mit ca. 55 % (nach ersten Hochrechnungen) ist die Partei von Ibrahim Rugova
- 27. Oktober: Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Abstimmung über die EU-Kommission im EU-Parlament verschieben, um eine Abstimmungsniederlage zu verhindern. In der Folge werden die zwei Kommissare Rocco Buttiglione (Italien) und Ingrida Udre (Lettland) gegen Franco Frattini (Italien) und Andris Piebalgs (Lettland) ausgetauscht
- 31. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine kommt es zu Unregelmäßigkeiten. Der vom bisherigen Präsidenten Leonid Kutschma favorisierte Kandidat Wiktor Janukowytsch kommt auf 40 %, Wiktor Juschtschenko auf 39 % der Stimmen, daher wird es eine Stichwahl geben
November
- 2. November: Präsidentschaftswahlen in USA: George W. Bush wird nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit seinem Gegner John F. Kerry erneut für vier Jahre zum Präsidenten gewählt
- 7. November: Das Referendum gegen die neuen Gemeindegrenzen in Mazedonien ist gescheitert, da nur etwa 26 % der Stimmberechtigten abstimmten. Das Gesetz schreibt ein Quorum von 50 % vor. In der Konsequenz haben alle großen Gemeinden im Westen Mazedoniens eine albanische Bevölkerungsmehrheit
- 10. November: Der Politiker Georg Milbradt (CDU) ist in Sachsen erst im zweiten Anlauf erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er hatte nur 62 von 65 Stimmen der CDU/SPD Koalition bekommen. Der Kandidat Uwe Leichsenring der NPD erhielt 14 Stimmen, 2 mehr als die NPD Sitze im Landtag hat
- 11. November: Jassir Arafat stirbt gegen 3:30 Uhr morgens, sein Leichnam wird nach Kairo gebracht, wo am folgenden Tag die Trauerfeier stattfindet und anschließend: unter chaotischen Umständen: die Beisetzung in Ramallah
- 15. November: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen. Später werden auch die italienschen Zahlen bezweifelt. Das statistische Amt der EU, EUROSTAT, gerät damit wieder ins Zwielicht
- 17. November: Das Bundeskabinett beschließt die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen mit ca. 200 Soldaten zur Unterstützung vom Transport von OAU-Soldaten in die Region Darfur im Sudan
- 18. November: Im zweiten Anlauf hat der neue EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso für sein veränderte Kommission eine Mehrheit im EU-Parlament erhalten
- 18. November: Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft deutschen Managern mangelnden Patriotismus vor
- 19. November: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution zu einer baldigen Lösung für den Sudan-Konflikte aufgerufen und vage mit Sanktionen gedroht
- 20. November: Es werden Misshandlungsvorwürfe bei gestellten Geiselnahmen bei der Bundeswehr bekannt. In den folgenden Wochen werden weitere Misshandlungen in verschiedenen Kasernen bekannt
- 21. November: Nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird Wiktor Janukowytsch zum Sieger erklärt, die OSZE zweifelt den Wahlsieg an, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Beginn von landesweiten Massenprotesten („Orangene Revolution“)
- 21. November: Ca. 25.000 Menschen demonstrierten nach einem Aufruf muslimischer Verbände in Köln gegen islamistischen Terror und Gewalt
- 21. November: In Namibia wird Hifikepunye Pohamba (SWAPO) mit 76 % zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Sam Nujoma ab. Seine Partei, die SWAPO, erhält ca. 75 % der Parlamentssitze
- 25. November: Die IAEO berät über das iranisches Atomprogramm. Die USA glauben, dass der Iran eine Atombombe entwickeln will. Der Iran beteuert, dass er nur ein friedliche Nutzung der Kernenergie plant
- 27. November: Die Behörden von Papua-Neuguinea beginnen mit der Evakuierung von 9000 Menschen von der Insel Manam, da diesen wegen wochenlanger Vulkan-Aktivitäten (Aschenregen) eine Hungesnot droht
- 28. November: Bundesfinanzminister Hans Eichel kritisiert, dass alle neuen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen, die Fördermittel aus dem Aufbau Ost ganz oder teilweise missbrauchen
- 28. November: In Rumänien werden der Staatspräsident und das Parlament gewählt. In die Stichwahl kommen Adrian Nastase (Sozialdemokraten) und Traian Băsescu (Allianz für Gerechtigkeit und Wahrheit). Die Opposition spricht von Wahlbetrug. Auch die OSZE äußert Bedenken wegen des Ablaufs der Wahl
- 30. November: Die OECD bemängelt in ihrer „Baby-PISA“-Studie die Zahl der Kita-Plätze in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern gehört das Kinderbetreuungssystem zu den weltweit besten
Dezember
- 1. Dezember: Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon in Israel zerbricht, weil die Vertreter seines größten Koalitionspartners gegen den Haushaltsentwurf 2005 gestimmt haben
< | | |